freizeit
02/28/2015

Selfie, Schnitzel & ein Joystick

Wer denkt, es wäre bereits alles erfunden und erdacht, irrt. Das gilt ganz besonders für Sachen aus dem weiten Land der Erotik und Sexualität. Neueste Errungenschaften aus diesem Bereich: ein spezieller Tag für Männer sowie ein Vibrator, der Filme im Inneren der Dame dreht. Und nein, wir wollen jetzt keine Sinnfragen stellen.

von Gabriele Kuhn

Zwei Dinge, die mich die vergangenen Tage ein wenig staunen ließen. Erstens: Der Schniblo-Tag, konkret: der Schnitzel & Blowjob-Tag. Von dessen Existenz wusste ich bisher nichts – was ziemlich wurscht war.
Mir ist er naturgemäß nicht abgegangen. Doch aus irgendeinem Grund hat das Schicksal mir diesen für Männer sicher nicht ganz unattraktiven Tag ins Leben gespült. Wer nicht weiß, worum es dabei geht – auf der Website www.schniblo-tag.com erfährt man es: „Überlieferungen zufolge wurde der Schnitzel & Blowjob-Tag im Jahr 2002 durch einen amerikanischen Radiosender ins Leben gerufen.“ Demnach sei er als Pendant zum Valentinstag gedacht: „Jener Tag, an dem bereits Generationen von Frauen geliebt, geküsst und beschenkt wurden. Und sich Millionen von Männern weltweit darauf vorbereiten.“ Im Zuge der Gleichberechtigung hat dann irgendjemand (möglicherweise ein männlicher Mensch) das Pendant erfunden, aber ohne all den blumig-rosa-Herzen-Schnickschnack. Stattdessen eine simple Botschaft – ebenfalls naturgemäß: „Schnitzel, Blowjob, fertig!“ Hm, ich lasse das jetzt mal so stehen und teile allen Geneigten mit: Der Tag ist heute. Spontan gedacht: a.) Ich vermute, Schweinsbraten ist auch okay. b.) Aber wie schaut das bei Vegetariern aus – ist das dann ein Toblow-Tag (von Tofu & Blowjob)? Wundern über Wundern. Apropos: Heute ist auch der Pi-Tag zu Ehren der Zahl Pi.
Und nun Kuriosum Nummer zwei: der „Selfie-Stick“ für die Vagina. (Hier lasse ich jetzt ganz bewusst ein wenig Freiraum für eine Denkpause und das Bild, das vermutlich in Ihrem Kopf entsteht: –––––––––––––––––––––––––––––––––)
Sehr schön. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hatten wir sehr ähnliche Bilder und sehr ähnliche Fragestellungen: 1.) Hä, wie bitte? 2.) Was? 3.) Wie? Fangen wir mit 3.) an, denn damit erübrigt sich die Beantwortung von 1 und 2. Das Ding mit dem etwas unglücklichen Namen „Svakom Gaga Camera Vibrator“ – ich gehe davon aus, dass er in Kürze als „Lady Gaga“ die Runde machen wird – ist ein Vibrator mit eingebauter HD-Kamera und LED-Lichtausstattung. Er surrt in fünf einstellbaren Stufen und verfügt über einen USB-Anschluss. So weit die technischen Daten.
Die Praxis sieht dann so aus: Die Dame führt das Ding ein, hat’s dann nicht nur lustig damit, sondern filmt, was in den Tiefen ihrer Muschi beim Lustigsein passiert. Also all die Veränderungen im Inneren der Vagina, die sich bei heftiger Stimulation so abspielen. Der „Gag“ aus dem „Gaga“ ist aber wohl das da: Nach dem Orgasmus können die zeigefreudigen Damen das Video auf ihr Smartphone oder ihren Computer laden – und ansehen. Oder aber via „Facetime“, dem Videokonferenz-Tool von Apple, verschicken. Dass das Ding wasserdicht ist, scheint ebenso nebensächlich wie der Preis: 94 Euro müssen einem die scharfen Bilder wert sein.
Und schon liegt der nächste Schrei in der Luft: Techniker entwickelten einen Joystick, der in die Vagina eingeführt wird. Er wird mithilfe der Beckenbodenmuskulatur gesteuert – womit es für die Frauen möglich wird, via Muschi Games zu spielen – oder ein virtuelles Gitarrespiel. Ohne Worte.

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