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freizeit Reise
07/17/2021

Riga entdecken: Perle des Baltikums

Lettlands Hauptstadt ist mit 700.000 Einwohnern die größte Stadt im Baltikum. Am Ufer der Daugava gelegen, die einst ein bedeutender Handelsweg war, konnte sich Riga als Hansestadt entwickeln.

Die Wege sind kurz, an vielen Ecken laden Cafés zu einer Pause ein – aber jeder Rundgang in Riga beginnt oder endet am besten auf dem Rathausplatz vor dem „Schwarzhäupterhaus“, zu Recht von vielen als Schmuckstück der Stadt bezeichnet. Man sieht sich an den Details dieser Fassade kaum satt, die Spuren von Barock, Renaissance, Klassizismus, Jugendstil und anderen Baustilen vereint. Das Haus ist seit 700 Jahren ein Symbol Rigas und mit der Geschichte der legendären Schwarzhäuptervereinigung verbunden.

Mitglieder waren unverheiratete, temperamentvolle Kaufleute, die für die Organisation von Feiern und Kulturveranstaltungen bekannt waren. Ihr Enthusiasmus machte das Haus zum Zentrum des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens. Als Schutzpatron hatten sie den Heiligen Mauritius gewählt, der auf Bildern und Skulpturen als Schwarzer Krieger dargestellt wurde – davon leitet sich der Name Schwarzhäupter ab. Das jetzige Gebäude ist aber nur eine gelungene Rekonstruktion: Viele der schönen Häuser, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden, sind 2001 zur 800-Jahr-Feier der Stadt wieder aufgebaut worden.

Nur einen Block weiter erblickt man den höchsten Kirchturm von Riga. Der spitze, 130 Meter hohe Turm der St. Petrikirche wurde Ende des 15. Jahrhunderts erbaut, musste nach vielen Zerstörungen durch Einsturz, Brand oder Krieg immer wieder neu errichtet werden. Die letzte Rekonstruktion begann 1967, dabei wurde ein Aufzug eingebaut, der Gäste auf halbe Turmhöhe befördert – zum atemberaubenden Blick auf die mittelalterliche Altstadt, das moderne Riga, den Fluss Daugava samt Hafen und die Rigaer Meeresbucht. Eine Besonderheit ist die Turmuhr, die nach alter Tradition nur einen Stundenzeiger aufweist. Fünfmal am Tag erklingt eine Melodie eines lettischen Volksliedes als Glockenspiel.

Jugendstilzentrum

Von der Altstadt führt ein Spaziergang entlang des Kanals durch den Kronvalda-Park mit duftenden Rosarien zum nächsten Highlight: Nach zehn Minuten ist das „Klusais centrs“ (Das stille Zentrum) erreicht, eine Ansammlung prächtiger Bauten in Jugendstilarchitektur. Wie die Altstadt zählt das Viertel zum UNESCO-Weltkulturerbe: prunkvolle Fassaden mit akribischen Details, jede auf ihre Weise einzigartig, alle entstanden zwischen 1901 und 1908. Denn der Jugendstil fiel in Riga mit dem wirtschaftlichen Aufschwung zusammen: Etwa 40 Prozent der Gebäude im Zentrum von Riga sind Jugendstilbauten.

Klimafreundliche Anreise
Austrian und Air Baltic bieten tägliche Direktflüge nach Riga: austrian.com, airbaltic.com. Die CO2-Kompensation (hin+rück) beträgt 7,26 €/Person (via climateaustria.at)
 
Ostsee
Mit Bus ist man in 20 Min. im legendären Kurort Jurmala  mit 26 Kilometern Sandstrand, mildem Meeresklima und geschichtlichen (Holz-)Villen

Auskunft
Live Riga: liveriga.com/de

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