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freizeit Reise
06/22/2020

Münster: Der (fast) perfekte Tatort für einen Städtetrip

Die westfälische Metropole ist in Österreich vor allem durch den "Tatort" bekannt. Wie reizvoll die Fahrradstadt ist, zeigt ein Lokalaugenschein.

von Stefan Hofer

Ach ja, Thiel und Boerne. Das ist meist die Antwort, wenn Münster zur Sprache kommt. Das kongeniale und nach TV-Quoten populärste Ermittler-Duo der Krimireihe „Tatort“ – schrullig gespielt von Jan Josef Liefers und Axel Prahl – prägt das Image der Westfalen-Metropole (315.000 Einwohner). Dabei bietet Münster, katholischer Bischofssitz sowie pulsierende Studenten- und Fahrradstadt, viel Lebensqualität.

In einem pointiert verfassten Stadtporträt auf der Nachrichtenseite rnd.de heißt es sogar:

„Münster ist einfach übertrieben perfekt. Wer durch Münsters Wohnviertel läuft, hat Angst, sich vorher nicht gründlich genug die Schuhe abgeputzt zu haben. Hier gibt es nichts, was nicht stimmt.“

Mehr Hassliebe geht nicht. Was muss man bei einem Citytrip also gesehen haben? Natürlich den Prinzipalmarkt mit den zauberhaften Giebelhäusern und dem gotischen Rathaus, die prachtvollen Kirchen, die grünen Parks, die adretten Lokale. Seltenheitswert hat der Aasee als beliebtes Naherholungsgebiet, das bis zur Innenstadt reicht.

Insider-Tipps

Martina, eine Österreicherin, die seit Langem im Südviertel in Münster lebt, gibt Insider-Tipps: Unbedingt müsse man zum Wochenmarkt, der mittwochs und samstags auf dem Domplatz abgehalten wird. „Dort kauft man ein, geht auch hin, um gesehen zu werden, trifft sich auf Kaffee, isst ein Fischbrötchen. Durch die Nähe zu Holland gibt’s am Markt frischen Fisch und Käse, aber auch Lakritz-Spezialitäten. Das ist ja in Österreich nicht so verbreitet – aber wer es mag, wird hier fündig.“ Wer Kuchen liebt, soll „unbedingt im Café Issel einkehren, der Juniorchef hat in Wien gelernt“. Auf „leckeres“ Eis schauen die Münsteraner bei Raphaels Eismanufaktur vorbei, die Zutaten kommen aus der Region, etwa fürs Spargelsorbet. Das Kuhviertel ist Hotspot für Studenten, Bier trinkt man bei der Privatbrauerei Pinkus Müller.

Das Umland habe viel zu bieten. Eine Radtour ins Münsterland „zu einem der Hofläden, um Spargel zu genießen“, gehöre dazu. Der Wildpferdefang wiederum lockt jährlich Tausende ins nahe Dülmen, seit über hundert Jahren. Tradition hat das Hansemahl auf dem Prinzipalmarkt. Die münsterschen Kaufleute empfangen die Bürger mit einer langen, weiß gedeckten Tafel und Schnittchen (belegte Brote).

Petra, der Trauerschwan

Neben Thiel und Boerne haben die Münsteraner ein Herz für Petra. Ein Trauerschwan auf dem Aasee, der dank seiner Zuneigung zu einem weißen Tretboot in Schwanenform 2006 für Schlagzeilen sorgte. Monatelang wich der Schwan dem Tretboot nicht von der Seite. Die Tatort-Folge „Schwanensee“ spielt auf die unperfekte Liebesstory an.

Essen & Ausgehen: Altes Gasthaus Lewe (gasthaus-leve.de), Café Issel (cafe-issel.de), Pinkus Brauerei im Kuhviertel (pinkus.de), Lit:fass, Kneipe im Südviertel (litfass-muenster.de), Raphaels Eismanufaktur
Sehenswerte Kirchen: St.-Paulus-Dom (Münster), Lambertikirche, Überwasserkirche
Ausflüge: Sportaktivitäten am städtischen Aasee, Radfahren im Münsterland, Wildepferdefang in Dülmen

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