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Musik Stars Mode
04/10/2014

Kopie von Neue Gesichter, beka…

Neue Gesichter, bekannte Träume: Wer es heuer noch zum Star schafft – per YouTube, in den Charts und auf den großen Laufstegen der Welt.

Er lässt sich nicht wirklich planen, der Moment, der aus Nobodys Stars macht. Zufall und Zeitgeist spielen dabei mit. Die Fans natürlich auch. Und wenn er dann endlich kommt, der Moment, dann oft genug völlig überraschend. Siehe Leah Weller, die junge Dame in dem Karo-Kostüm auf dem Foto oben. Als Tochter der Background-Sängerin Dee C. Lee und der Britpop-Ikone Paul Weller, weiß sie, was es heißt, vor Kameras zu posieren.

Aber erst das 120-jährige Jubiläum eines britischen Modehauses machte die 22-jährige aparte Schönheit vor Kurzem zum weithin beachteten Star. Die Werbekampagne mit Leah und Paul Weller für Deak dürfte dem Neo-Model jedenfalls für die nächsten Monate einen übervollen Terminkalender bescheren. Noch mehr Tradition umgibt eine Dame, die statt mit modischen Kostümen mit einer schmucklosen schwarzen Kutte das Auslangen findet: die sizilianische Nonne Cristina Scuccia.

Mit einem Auftritt in der TV-Casting-Show "The Voice of Italy" schaffte sie es jüngst nicht nur zur überregionalen Bekanntheit im südlichen Nachbarland, sondern auch zum Überstar im World Wide Web.

Die 25-jährige Ordensschwester rockte bei ihrer Interpretation des Titels "No One" von Alicia Keys so ab, dass auf YouTube ein Videoclip davon binnen zweier Wochen mehr als 40 Millionen Mal angeklickt wurde.Angesichts dieser Euphorie sah ein Kommentator der Tageszeitung "Corriere della Sera" bereits Parallelen zum Phänomen "Gangnam Style" des südkoreanischen Rappers Psy. Sein Clip hält mit knapp zwei Milliarden Zugriffen den YouTube-Rekord.

Unterhaltung ist das eine, Bewusstseinsbildung via YouTube das andere. Und diese macht auch vor dem arabischen Raum nicht Halt. Auf das Fahrverbot für Frauen reagierte Sänger Alaa Wardi mit den Comedians Hisham Fageeh und Fahad Albutairi mit einer satirischen Variation von Bob Marleys Klassiker "No Woman, No Cry". Ob "No Woman, No Drive" tatsächlich etwas an der ultrakonservativen Politik ändern wird können, muss sich erst zeigen. Fast 12 Millionen Klicks beweisen jedenfalls, dass dieser Seitenhieb auf die strengen Sitten in Arabien nicht totgeschwiegen werden kann.

Birdy, die Pop-Sängerin, die jüngst mit einem "Echo" ausgezeichnet wurde, kann ein Lied von Talentewettbewerben singen. Ihren ersten absolvierte die 18-jährige Britin vor sechs Jahren. Ihren Aufstieg zum Weltstar verdankt aber letzlich auch sie einem Zufall – der Auswahl ihres Liedes "Just a Game" für den Soundtrack zu "Die Tribute von Panem". Einen Tribut an die grassierende YouTube-Manie muss sie aber nicht zollen: Ihre Karriere kommt bis jetzt ohne (un-)freiwillige Komik aus.

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