© From the Backstage of Pirelli Calendar 2020 by Paolo Roversi, pictures by Alessandro Scotti

freizeit
08/24/2019

Kult: Einblicke in den Pirelli-Kalender 2020

Schnelle Autos, schöne Frauen, heiße Reifen. Klischee? Ja, aber richtig gut. Wenn’s so toll gemacht ist, wie seit 55 Jahren von Pirelli. Diesmal zeigt Starfotograf Paolo Roversi eine Julia, die zur starken Frau herangewachsen ist, statt mit Romeo zu sterben. Die "freizeit" schaut hinter die Kulissen.

von Andreas Bovelino

Nackte Frauen mit Reifenspuren am Popo? Provokative Szenarien von Helmut Newton? Laszive Dreier-Konstellationen von Bruce Weber oder Pin-up-Sex von Herb Ritts?

Nein, Pirelli setzt den Trend fort, der vor einigen Jahren begonnen wurde und inszeniert starke Frauen, diesmal sogar in großen Roben – wenn man den „Making-of-Fotos trauen kann, die eben veröffentlich wurden...

Der italienische Star-Fotograf Paolo Roversi schickt seine Models auf „Die Suche nach Julia“ und zeigt fantastische Szenarien mit dem unglücklichen Mädchen aus Verona, das nicht an der Seite ihres Romeo gestorben, sondern erwachsen geworden ist.

Dabei punktet er schon mit der Auswahl dieser Models: Traumfrauen wie die Schauspielerinnen Claire Foy und Emma Watson in traumhaften Kostümen und Inszenierungen, dazu bringt  Pop-Star  Rosalia spanische Leidenschaft ins Spiel – man darf wirklich gespannt sein.

Extravagant, sexy, stylish – dafür steht der Kalender, seit er vor 55 Jahren vom britischen Art-Direktor Derek Forsyth erfunden wurde. Umso beeindruckender, dass das auch angezogen funktioniert.

Und Pirelli lässt sich sein Prestige-Objekt einiges kosten: Zwei Millionen Dollar für die  Produktion bei einer limitierten Auflage von 20.000 Stück. Die Frage, ob mehr Leute die Autoreifen oder den Kalender kennen, mag überspitzt klingen ... Oder doch nicht?