Flugleiter Andrea Accomazzo kontrolliert die Rosetta-Mission

© REUTERS/HANDOUT

Auszeichnung
12/18/2014

Die 10 wichtigsten Menschen für die Wissenschaft 2014

Ehrung für die Menschen hinter Kometenlandung, Ice-Bucket-Challenge und Ebola-Kampf.

Das britische Magazin Nature nennt Jahr für Jahr die bedeutendsten Menschen für die Wissenschaft, von Weltraumforschern bis Robotertechnikerinnen reicht heuer die Palette an Persönlichkeiten. Diese Top Ten wird ohne besondere Reihenfolge geführt. Gut in Erinnerung ist allerdings noch der Flugdirektor der europäischen Kometenmission "Rosetta" Andrea Accomazzo. Er sorgte dafür, dass die Raumsonde während ihrer etwa 6,4 Milliarden Kilometer langen Reise auf Kurs bleibt und Mini-Labor Philae nahe dem geplanten Landepunkt aufsetzte. "Es ist wie die Besteigung eines Achttausenders, von der man lebend zurückkehrt. Man muss viel trainieren, und es dauert Jahre", zitiert das Fachblatt den Italiener von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA.

Philae war Mitte November nach zehnjähriger Reise mit Flug- und Schlafphasen auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko gelandet. So eine Leistung sei einmalig in der Geschichte der Raumfahrt, schreibt Science.

Der Ebola-ArztSheik Humarr Khanbezahlte seinen Kampf gegen die Epidemie in Afrika mit dem Leben. Als die Krankheit ausbrach, hat der Infektionsmediziner seine Pläne verworfen, ins Ausland zu gehen und ist stattdessen in seiner Heimat Sierra Leone geblieben, um Ebola-Kranke zu behandeln und die Mutationen des Virus zu verstehen. Am 29. Juli 2014 starb der Arzt an einer Infektion.

Eine ungewöhnliche Wahl ist Pete Frates, der an der Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) leidet. Der 29-jährige Ex-Baseballspieler gilt als Erfinder der "Ice-Bucket-Challenge". Die Kampagne, bei der sich Menschen selbst einen Kübel Eiswürfelwasser über den Kopf schütten und damit in sozialen Netzwerken um Spenden für ALS werben, hat viel Aufmerksamkeit erregt.

Weiters wichtig: die japanische Augenärztin Masayo Takahashi für ihre Arbeiten an einer maßgeschneiderte Stammzellentherapie, die indische Ingenieurin Radhika Nagpal, die Schwärmen von Robotern beibringt, miteinander zu kommunizieren, der Chef der indischen Raumfahrtorganisation, Koppillil Radhakrishnan, der die erste Marsmission Indiens geleitet hat, die iranische Mathematikerin Maryam Mirzakhani, die 2014 als erste Frau die Fields-Medaille, den Nobelpreis für Mathematik, gewonnen hat, Astrophysiker David Spergel, Biologe Sjors Scheres und Krebsforscherin Suzanne Topalian.

Alles über die Top 10 der wissenschaftlichen Durchbrüche im Jahr 2014 lesen Sie hier.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.