Designer Serkan Cura zeigte bei der Pariser Fashion Week Haute Couture für den kommenden Sommer.

© Reuters/CHARLES PLATIAU

freizeit
03/13/2014

Flotte Flitzer

Nackte Busen, kaum verhüllte Körper – auf den Catwalks internationaler Fashionweeks zeigen die Models jetzt vor allem viel Haut.

von Florentina Welley

Wenig Mode, dafür umso mehr Busenblitzer. Jetzt sparen die Designer am Stoff. Ob das wegen des allgemeinen Sparzwangs ist oder ein Resultat jahrelanger BH-Verpaddung, ist unklar. Jedenfalls erfreuen wir uns wieder an etwas freizügigeren Modekreationen. Auch wenn die spärlichen Outfits dafür umso kunstvoller verarbeitet werden. Aber Nacktheit in Mode und Kunst hat Tradition. Das Theater Les Folies Bergère in Paris zeigte schon Ende des 19. Jahrhunderts bis zu 40 Kilo schwere prunkvolle Kleider auf der Bühne und sparte dabei die Brüste aus. Heute schicken Modedesigner von Fyodor Golan bis Gucci oder von Serkan Cura bis zur Berliner Designerin Irene Luft, ihre Models fast nackt auf den Laufsteg. Bei der diesjährigen Berliner Fashion-Week stellten sich sogar schon vor Beginn derselben Nackte vors Brandenburger Tor, als Fuchs, Kuh und Kaninchen bemalt, um gegen Tierquälerei in der Modeindustrie zu protestieren. Auf den Catwalks war ohnehin eher weniger Pelz zu sehen. Es gilt offenbar bis heute das Motto des Nobelpreisträgers Anatole France: "Nur Männer, die nicht an Frauen interessiert sind, interessieren sich für Mode. Männer, die Frauen mögen, bemerken gar nicht, was sie anhaben." Auch Diane von Fürstenbergs Zitat "Es war und ist noch immer viel wichtiger, wenn eine Frau sich selbst darstellen kann, als das Ego eines Designers", und die Frage, die Philosoph Henry David Thoreau im 19. Jahrhundert stellte "es würde mich interessieren, wie weit die Menschen in ihrem Ranking sinken würden, wenn man sie ihrer Kleider berauben würde", sind interessante Motive für die Nacktheit auf dem Laufsteg. Kunstvoll sind die Kreationen trotzdem. So kommen bei dem Pariser Modeschöpfer Serkan Cura Federn, Leder, Fell, Bast, ja sogar die Stacheln von Stachelschweinen auf der Haute Couture zum Einsatz.

Auch bei der Sommerkollektion von GUCCI blitzen die Nippel hervor.

Heute schicken Modedesigner von Fyodor Golan bis Gucci oder von Serkan Cura bis zur Berliner Designerin Irene Luft, ihre Models fast nackt auf den Laufsteg. Bei der diesjährigen Berliner Fashion-Week stellten sich sogar schon vor Beginn derselben Nackte vors Brandenburger Tor, als Fuchs, Kuh und Kaninchen bemalt, um gegen Tierquälerei in der Modeindustrie zu protestieren.

Auf den Catwalks war ohnehin eher weniger Pelz zu sehen. Es gilt offenbar bis heute das Motto des Nobelpreisträgers Anatole France: "Nur Männer, die nicht an Frauen interessiert sind, interessieren sich für Mode. Männer, die Frauen mögen, bemerken gar nicht, was sie anhaben." Auch Diane von Fürstenbergs Zitat "Es war und ist noch immer viel wichtiger, wenn eine Frau sich selbst darstellen kann, als das Ego eines Designers", und die Frage, die Philosoph Henry David Thoreau im 19. Jahrhundert stellte "es würde mich interessieren, wie weit die Menschen in ihrem Ranking sinken würden, wenn man sie ihrer Kleider berauben würde", sind interessante Motive für die Nacktheit auf dem Laufsteg. Kunstvoll sind die Kreationen trotzdem. So kommen bei dem Pariser Modeschöpfer Serkan Cura Federn, Leder, Fell, Bast, ja sogar die Stacheln von Stachelschweinen auf der Haute Couture zum Einsatz.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.