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Brad Pitt & Til Schweiger - gemeinsam werden sie 100

50 Jahre! Ist das ein Alter für Männer von heute? Nein, schon gar nicht, wenn es Stars von Weltformat sind – wie Brad Pitt und Til Schweiger. Zwei Männer, vier Meinungen – die man teilen kann oder auch nicht.

12/13/2013, 12:14 PM

Brad Pro

Hier ist kein Platz für Einleitungen. Hier ist ja nicht mal Platz, um nur die wichtigsten Gründe zu nennen, warum Brad Pitt so super ist. Auf 21 Zeilen? Das ist ja so, als müsste man in 21 Minuten das Universum erklären. „Das haben wir gleich“, sagt die Kollegin, „der sieht halt saugut aus.“ Dabei heißt es oft, die Männer würden uns Frauen nur auf das Äußere reduzieren. Brad Pitt muss man lieben, weil er seine Karriere als Fahrer für Stripperinnen gestartet und sich über Serien wie Dallas nach Hollywood befördert hat, weil er lange vor Robert Pattinson in „Interview mit einem Vampir“ Blut geleckt und weil er dank Filmen wie „Fight Club“, „Sieben“ oder „12 Monkeys“ ein Dasein als Teenie-Idol abgewendet hat, weil er daheim in einem Vier-Meter-Bett schläft, damit Angelina und die sechs Kinder genug Platz haben, weil er sich nicht nur fürs Kino, sondern auch für Architektur interessiert, weil er mit seiner „Make-it-Right-Foundation“ Menschen in Not hilft – und weil er gut aussieht, natürlich auch. Ich möchte jetzt nicht in der Haut der Kollegin stecken. Sie muss nebenan nämlich erklären, warum sie Brad Pitt nicht mag. Mir fiele nichts ein. So gesehen sind 21 Zeilen viel Platz – unendlich viel.

Brad Kontra

Brad Pitt ist ein ungewöhnlich ansehnlicher Mensch – keine Frage. Doch wer während einiger seiner Filme schmachtend sein Antlitz betrachtet, wird über kurz oder lang durch ein konstantes Detail irritiert. Brad Pitt isst. Alles. Andauernd. Es gibt im Web tatsächlich Listen mit Speisen, die der Schauspieler in Filmen verputzt hat. Essen ist an sich auch auf der Kinoleinwand kein Problem, wenn es denn unterhaltsam wäre. Aber Brad Pitt mampft mit der ewig gleichen, dümmlichen Mimik energisch vor sich hin und lenkt dabei von der Handlung, ja sogar von seinem schönen Gesicht und seiner schauspielerischen Leistung ab. Apropos: Der Brad kann schauspielern, wenn er denn will – wie in „Fight Club“ oder „Moneyball“. Aber viel zu oft genießt er die Vorteile seines guten Aussehens und schaltet auf coolen, kauenden Autopiloten. Optisch einwandfrei, fehlt es seinen porträtierten Charakteren so zumeist an Facetten und emotionaler Tiefe. Immerhin kann man dann – genervt von seinen stetig mahlenden Kiefern – auch gleich abschalten.

Til Pro

von Annemarie Josef

Ich kenne niemanden, der Til Schweiger mag. Fragt man nach, warum, dann ist es 1. Seine Stimme, 2. Wie er guckt und 3. Weil ihn eben keiner mag. Ziemlich einfach, die Brad Pitts dieser Welt gut zu finden. Die sind schön, und man kann in sie reinträumen, was gefällt. Alle werden nicken und einem Recht geben. Der Traummann als Projektionsfläche. Nicht mit Til. „Stopp“, sagt meine Freundin Annette, „Er hat einen Wahnsinnsbody, da kann man auch gut träumen!“ Ja eh. Hier also zehn Gründe, die für Til sprechen: 1. Er will alles machen: Schauspieler, Produzent, Drehbuchautor, Regisseur. 2. Er tut es auch. 3. Selbst Jahre nach der Trennung spricht er gut von seiner Ex-Frau, sagt heute noch, dass er es schade findet, dass es vorbei ist. 4. Er verbringt möglichst viel Zeit gemeinsam mit seinen Kindern. 5. Er sagt Sätze wie: „Warum muss ein Mann eine tiefe Stimme haben.“ 6. Er hat Filme wie „Knockin' on Heavens Door“ und „Keinohrhasen“ gemacht. Für den ersten hat er einem völlig unbekannten Drehbuchautor, der ihn um Unterstützung bat, eine Chance gegeben. 7. Er setzt sich für bedürftige Kinder ein (rechts). Sagt: "Es ist ein Skandal, dass im reichen Deutschland jedes vierte Kind in Armut lebt." 8. Er sagt leider auch Blödsinn, wenn er wütend ist. Das macht ihn aber menschlich. 9. Keiner mag ihn, aber laut Filmförderungsanstalt (FFA) hat kein anderer deutscher Schauspieler seit Beginn der Auswertungen (1968) mehr Zuschauer ins Kino gebracht als er. 10. Der Mann hat Geburtstag. Geburtstagskinder mag man eben. Happy Birthday, Til!

Foto: © RTL/Thomas Pritschet

Til Kontra

Schauspieler zu sein heißt für mich, in eine Rolle zu schlüpfen. Eine andere Person darzustellen, zu spielen, diese andere Person zu sein. Deshalb mag ich Til Schweiger nicht. Auch deshalb. Egal, wen er verkörpern soll, er ist immer Til Schweiger. Und das bedeutet für mich nichts Gutes. Er ist der Mann mit dem mittlerweile ein bisschen knittrig gewordenen Bubengesicht. Mit den Augen, die nicht lachen und nicht lächeln können, mit der Mimik, die keine ist. Egal ob er als Tatort-Ermittler Nick Tschiller den harten Hund mimt oder den Boulevardreporter Ludo Decker in „Keinohrhasen“, der erst im letzten Moment seine Gefühle entdeckt – Til Schweiger ist Til Schweiger. Und das ist mir zu wenig. Ich verlange ja gar nicht, dass ein Schauspieler eine Stimme wie Oskar Werner haben muss. Burgtheaterdeutsch, in dem Wörter artikuliert und in Sätzen gesprochen wird, die man versteht. Wenn ein Mann in einem monotonen Singsang mit zu viel Höhen und ohne Tiefen etwas dahernuschelt, von dem der Zuhöhrer die Hälfte nicht versteht und die andere erraten muss, geht das aber auch nicht. Dass Til Schweiger sich, liebe lobende Kollegin nebenan, für bedürftige Kinder einsetzt, ist fein. Wenn aber jemand so ausrasten kann wie er und aggressiven Unsinn redet, dann nehme ich ihm sein Engagement nicht ganz ab. Trotzdem Happy Birthday, Til. Es ist nie zu spät, sich zu ändern!

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