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FREIZEIT
08/03/2019

Aufgeblättert: Dichter, Denker & der Wald

Adalbert Stifter war er Heimat. Stephen King ist er Ort des Horrors. Von sagenhaften Spuren und mystischen Momenten in sattem Grün.

von Bernhard Praschl

Manch einer geht  durch den Wald und sieht nichts als Brennholz“, unkte Leo Tolstoi einmal. Der  russische Erzähler konnte damit weder den Waldbauernbuben Peter Rosegger noch   Adalbert Stifter  gemeint haben.  Denn auch letzterer  entpuppte sich literarisch geradezu als kompletter Waldschrat. Man nehme nur seine Romane „Der Hochwald“, „Der Waldsteig“, „Der Waldgänger“. Dazu gibt es zahlreiche Erzählungen, die den Wald im Titel tragen.

Blättert man etwa beim „Hochwald“ ein wenig rein, möchte man gleich losmarschieren. „Dieser auch jetzt noch große Wald hat in seinen Niederungen vornehmlich die Buche, höher hinauf das Reich der Tanne und des ganzen Geschlechtes der Nadelhölzer, und endlich auf dem Grate der Berge auch oft Knieholz, nicht der Berghöhe, sondern der kalten Winde wegen, die gerne und frei hier herrschen.“