Einfache Sprache
23.05.2018

Wien: Große Fortschritte bei künstlichen Körperteilen

Bei der Erneuerung von Körperteilen wie Armen, wurden im Wiener AKH große Fortschritte gemacht. Künstliche Körperteile können sogar vom Gehirn gesteuert werden.

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Im Wiener Allgemeinen Krankenhaus,
auch AKH genannt, sind riesengroße Fortschritte
bei der Funktion von Prothesen gelungen.
Menschen, denen ein Körperteil
durch eine Prothese ersetzt wurde,
können diese mit ihrem Gehirn steuern.
Eine Prothese ist ein künstlicher Körperteil,
wie zum Beispiel ein Arm.
In der „bionischen Rekonstruktion“ werden Biologie
und Technik miteinander verbunden.
Bionische Prothesen können
ein fehlendes Körperteil funktionierend ersetzen.
Das ist ein großer Fortschritt.

Vor Kurzem verlor ein 52-jähriger Mann
aus dem Burgenland seinen linken Arm,
nachdem er von einem Lastwagen überfahren wurde.
Bei einer Operation wurde ihm im Wiener AKH
eine neue Armprothese in den Armstumpf einoperiert.
Er bekam auch ein Implantat in den Knochen einoperiert
und seine Nerven wurden verlagert.
Dadurch kann er die Armprothese
wie einen echten Arm vom Gehirn aus steuern.

Wiener Allgemeines Krankenhaus weltweit am besten
Im Bereich „bionische Technologie“
ist das Wiener AKH weltweit am neuesten Stand.
Das Wiener AKH und die MedUni Wien sind weltweit
bei der „bionischen Rekonstruktion
nach Unfällen am erfolgreichsten.
Durch die Fortschritte in diesen Bereichen können Menschen,
die auf eine oder mehrere Prothesen angewiesen sind,
diese auch drehen, abwinkeln und damit zugreifen.
Es werden bereits Tests durchgeführt,
die es ermöglichen, mit der Prothese zu fühlen.
Das hat zur Folge, dass viele Patienten
ihre Prothese nicht mehr als solche empfinden.
Sie wird ein Teil von ihrem Körper,
das ist eine große Veränderung, sagt ein Experte.

Ehemaliger Patient wird Sportler
Patrick Mayrhofer hatte einen Arbeitsunfall
und trägt eine Armprothese.
Seine Lebensqualität hat sich
nach der Operation deutlich verbessert.
Er ist ein erfolgreicher Sportler geworden.
Bei den Paralympics 2018 in PyeongChang
hat er in einer Snowboard-Disziplin
die Silbermedaille gewonnen.

Professor Aszmann arbeitet in der klinischen Abteilung
für
plastische und rekonstruktive Chirurgie im Wiener AKH.
Professor Aszmann sagt: „Die Forschung
wird einen Beitrag dazu leisten,
dass zukünftige Prothesen-Patienten ein Leben
mit immer weniger Einschränkungen führen werden“.
Das Wiener AKH und die MedUni Wien
arbeiten in diesen Bereichen der Medizin und
der Technik eng mit der Firma Otto Bock zusammen.
Die Firma Otto Bock stellt zum Beispiel Rollstühle, P
rothesen
und Schienen zur Heilung von verletzten Körperteilen, her.