© APA/AFP/TOLGA AKMEN

Einfache Sprache
12/11/2018

Theresa May will mit der EU neu über den „Brexit“ verhandeln

Vor Kurzem wurde ein Brexit-Vertrag zwischen Großbritannien und der EU beschlossen. Nun möchte die britische Regierungs-Chefin nochmal darüber verhandeln.

von Inklusive Lehrredaktion

Link zum Original-KURIER-Artikel

Am 25. November wurde der Brexit-Vertrag zwischen
Großbritannien und der EU von den
Staats- und Regierungs-Chefs der EU-Länder beschlossen.
Der EU-Austritt von Großbritannien wird auch Brexit genannt.

Die Europäische Union, auch EU genannt, ist ein Gruppe
von europäischen Ländern, die zusammenarbeiten.

Am 11. Dezember hätten die Abgeordneten im
britischen Parlament über den
Brexit-Vertrag abstimmen sollen.
Abgeordnete sind die Mitarbeiter im Parlament.

May hat die Abstimmung aber verschoben,
weil sie vermutet hat, dass der Brexit-Vertrag
vom britischen Parlament abgelehnt wird.
Auf wann die Abstimmung verschoben wird,
gab May nicht bekannt.
Der spätest mögliche Termin
für eine Abstimmung ist der 21. Jänner 2019.
May möchte mit dem Verschieben
der Abstimmung Zeit gewinnen.
Sie möchte noch einmal
mit der EU über den Brexit verhandeln.

Deshalb reist sie am 11. Dezember zu Brexit-Gesprächen
in die niederländische Stadt Den Haag,
nach Berlin und nach Brüssel.

In Den Haag trifft sich May mit dem
niederländischen Regierungs-Chef Mark Rutte.
In Berlin spricht sie mit der
deutschen Regierungs-Chefin Angela Merkel.
In Brüssel trifft sich May mit
Donald Tusk, dem EU-Ratspräsidenten.
Im EU-Rat treffen sich die Staats- und Regierungschefs
von den Mitgliedsländern.

Jean-Claude Juncker ist der Präsident
der Europäischen Kommission.
Die EU-Kommission ist dafür zuständig,
dass EU-Gesetze umgesetzt werden.
Juncker meinte, dass der beschlossene Brexit-Vertrag
die beste Vereinbarung ist, die es geben wird.
Juncker schließt neue Verhandlungen über den Brexit aus.

Die größte Schwierigkeit im Brexit-Vertrag ist es,
eine Regelung für das britische Nord-Irland und
dem EU-Mitgliedsland Irland zu finden.
Grenzkontrollen zwischen dem britischen Nord-Irland
und dem EU-Mitgliedsland Irland sollen verhindert werden.
Im Brexit-Vertrag ist geregelt, dass Großbritannien solange
in der EU-Zollunion bleibt, bis das Problem
durch einen neuen Vertrag gelöst ist.
Die Zollunion ist eine Gruppe von Ländern,
in denen man keine Geld-Abgaben bezahlen muss,
wenn man bestimmte Waren über eine Grenze bringt.
Außerdem muss sich Nord-Irland an
die Regeln vom EU-Binnenmarkt halten.
Der EU-Binnen-Markt ist ein Wirtschafts-Gebiet der EU,
das einen freien Austausch von Waren innerhalb der
Mitglieds-Länder ermöglicht.

Wie kann es weitergehen?
Eine Möglichkeit für die britische Regierungs-Chefin May ist,
dass Großbritannien EU-Mitglied bleibt.
Der Europäische Gerichtshof hat nämlich vor Kurzem entschieden,
dass Großbritannien auch ohne Zustimmung der anderen Länder
den Brexit beenden kann.
Der Europäisch Gerichtshof prüft,
ob sich alle Mitgliedsländer an die Gesetze der EU halten.
Eine weitere Möglichkeit ist, dass in Großbritannien
noch einmal über den Brexit abgestimmt wird.
Die andere Möglichkeit wäre ein Brexit ohne Vertrag.
Das möchten aber alle beteiligten Ländern verhindern.

 

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.