Einfache Sprache
25.06.2018

Präsident Erdogan gewinnt die Wahl in der Türkei

Der türkische Präsident Erdogan bekommt durch seinen Sieg bei der Wahl mehr Macht. Durch diese Wahl wird er nicht nur Staatschef, sondern auch Regierungschef.

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Am 24. Juni wurde in der Türkei ein neuer Präsident gewählt.
Es wurde auch ein neues Parlament gewählt.
Im Parlament werden wichtige politische Entscheidungen
und Gesetze beschlossen.
Viele Menschen sind in der Türkei zur Wahl gegangen.

Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Wahl
mit ungefähr 53 Prozent aller Stimmen gewonnen.
In Österreich und Deutschland haben sehr
viele Türken für Erdogan gestimmt.

Erdogans Partei, AKP, hat bei den Parlaments-Wahlen 340
Mandate von 600 bekommen.
Ein Mandat steht für einen Abgeordneten im Parlament.
Die AKP-Partei wird also 340 Abgeordnete im Parlament haben.
Die Mitarbeiter im Parlament heißen Abgeordnete.

Der andere Kandidat Muharrem Ince von der Oppositionspartei CHP
hat ungefähr 31 Prozent der Stimmen bekommen.
Die Opposition sind die Parteien im Parlament,
die nicht in der Regierung sind.
Der andere Kandidat sagte, dass er das Wahlergebnis annimmt.
Er sagte auch, dass die Türkei von nun an eine „Ein-Mann-Regierung“ ist.
Ince findet das neue Regierungssystem sehr gefährlich.

Präsident Erdogan sagte am 24. Juni, dass die Sieger dieser Wahl
die 81 Millionen Bürger in der Türkei sind.
Er meint, dass sein Volk ihm den Auftrag gegeben hat,
Präsident und Regierungschef zu sein.

Für Erdogan war es sehr wichtig,
dass er das Präsidialsystem in der Türkei einführt.
Präsidialsystem bedeutet, dass in einem Land der Präsident auch
gleichzeitig der Regierungschef ist.
Die Opposition wollte dieses System nicht.
Sie wollte dem Parlament wieder mehr Macht geben.