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23.03.2018

Letztes männliches nördliches Breitmaul-Nashorn gestorben

Das letzte männliche nördliche Breitmaul-Nashorn der Welt ist gestorben. Das Nashorn ist 45 Jahre alt geworden.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Sudan, das letzte männliche nördliche Breitmaul-Nashorn
ist mit 45 Jahren gestorben.
Weil Sudan stark gelitten hat,
haben Tierärzte entschieden, ihn einzuschläfern.
Das teilten Sprecher vom Wildtier Schutz-Gebiet
Ol Pejeta in Kenia, am 20. März mit.
Einschläfern bedeutet, dass man alten oder
kranken Tieren ein starkes Betäubungs-Mittel gibt,
damit sie in Ruhe und ohne Schmerzen sterben.

Sudan ist im Jahr 1973 im heutigen Südsudan
auf die Welt gekommen.
Er wurde gefangen genommen und zusammen
mit anderen Breitmaul-Nashörnern
in einen Zoo in Tschechien gebracht.
Aber dort scheiterten Versuche der natürlichen Fortpflanzung.
Im Jahr 2009 wurde er mit 3 anderen nördlichen
Breitmaul-Nashörnern in das Wildtier Schutz-Gebiet
Ol Pejeta nach Kenia gebracht.
Aber auch dort scheiterte die natürliche Fortpflanzung.

Richard Vigne leitet das Wildtier Schutz-Gebiet.
Er sagte, dass Sudan ein großartiger Botschafter seiner Art war.
Nach dem Tod von Sudan gibt es weltweit nur noch
2 weibliche Breitmaul-Nashörner.

Das nördliche Breitmaul-Nashorn lebte vor allem
in Zentralafrika und in Ostafrika.
Im Jahr 1960 gab es nur noch 2360
Breitmaul-Nashörner in freier Wildbahn.
Nashörner werden vor allem wegen ihrer Hörner gejagt.
In vielen Ländern in Asien gilt das gemahlene Horn als Medizin.
Das südliche Breitmaul-Nashorn galt Ende des
19.Jahrhundert als ausgestorben.
Aber dank strengerem Schutz konnte sich die
Tierart wieder erholen.
Von den südlichen Breitmaul-Nashörnern gibt es
heute im Süden von Afrika wieder mehr als 20 000.