Einfache Sprache
29.05.2018

Irland: Abtreibungsverbot wird abgeschafft

In Irland hat am 25. Mai eine Mehrheit abgestimmt, dass das strenge Abtreibungs-Verbot abgeschafft werden soll.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Es wurde am 25. Mai von den Menschen in Irland
über das strenge Abtreibungs-Verbot abgestimmt.
Abtreibung bedeutet, dass man die Schwangerschaft abbricht,
weil man das Kind nicht bekommen will oder aus anderen Gründen.
Bei der Abstimmung ist es darum gegangen,
ob Frauen selbst entscheiden dürfen,
ob sie das Kind bekommen wollen.
Bei der Abstimmung haben mehr Menschen mitgemacht
als jemals zuvor in Irland.
Mehr als die Hälfte der Menschen hat dafür gestimmt,
dass die Frauen selbst entscheiden dürfen, ob sie ihr Kind behalten.

Dadurch wurde das Abtreibungs-Verbotsgesetz
aus dem Jahr 1983 abgeschafft.
Frauen und Ärzte mussten in Irland bisher
für das Abbrechen von Schwangerschaften
bis zu 14 Jahre ins Gefängnis.
Ab der 12. Schwangerschafts-Woche
 ist es aber auch jetzt verboten, abzutreiben.
Das ist auch in Ländern verboten,
in denen das Abtreiben schon länger erlaubt ist.
Der Körper vom Baby hat sich dann bereits sehr stark entwickelt.
Ab diesem Zeitpunkt gilt das Baby als Mensch
und es abzutreiben zählt deshalb als Kindesmord.

Der Premier-Minister von Irland, Leo Varadkar
und auch viele andere Politiker finden es gut,
dass das Gesetz abgeschafft wurde.
Sie meinen, dass das ein wichtiger Schritt
für mehr Selbstbestimmung von Frauen in Europa ist.