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04.07.2018

Deutsches Rettungsflugzeug auf Malta gestoppt

Deutsche Seenot-Retter dürfen mit ihrem Flugzeug keine Rettungs-Einsätze mehr nach Libyen fliegen.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Die Behörden in Malta haben am 4. Juli
das Seenot-Rettungsflugzeug „Moonbird“
von einer deutschen Hilfs-Organisation gestoppt.
Das Rettungsflugzeug der deutschen Hilfs-Organisation
war im Jahr 2017 an der Rettung von 20 000 Menschen beteiligt.

Die Hilfs-Organisation „Sea Watch“ teilte mit,
dass sie mit ihrem Flugzeug keine Rettungsflüge mehr
nach Libyen fliegen dürfen.
Die Behörden in Malta haben es verboten.
Auch ihr Rettungsschiff „Sea Watch 3“ wurde auf Malta gestoppt
und darf derzeit den Hafen nicht verlassen.

Die Regierung in Malta bestätigte,
dass das deutsche Rettungsflugzeug gestoppt wurde,
nannte aber keine Gründe.
Gegen den Schiffs-Kapitän wird ermittelt.
Ihm wird unter anderem vorgeworfen, dass er
ohne Erlaubnis im Meeresgebiet von Malta gefahren ist.

Eine Hilfs-Organisation weist darauf hin,
dass seit dem 19. Juni sehr viele Flüchtlinge
auf dem Weg nach Italien gestorben sind.
Der Sprecher der Hilfs-Organisation fordert,
dass mehr Rettungsschiffe unterwegs sein müssen,
um zu verhindern, dass noch mehr Menschen sterben.