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07.06.2018

Britische Forscher haben eine Hornhaut gedruckt

Britische Forscher haben es geschafft, eine menschliche Hornhaut zu drucken. Das hat vorher noch niemand geschafft.

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In Großbritannien ist es Forschern
von der Universität Newcastle gelungen,
eine Hornhaut für das menschliche Auge zu drucken.
Die Hornhaut ist ein Teil vom Auge
und ist für das Sehen sehr wichtig.
Um die Hornhaut zu drucken,
haben die Forscher einen 3D-Drucker verwendet.
Diese Hornhaut haben die Forscher dann
mit verschiedenen Eiweiß-Stoffen
aus menschlichem Bindegewebe vermischt.
Bindegewebe ist Gewebe, dass in verschiedenen Bereichen
vom Körper Zellen mit Organen verbindet.

 

Was verbessert sich durch diese neue Möglichkeit?
Es gibt viel zu wenig Hornhaut,
die Ärzte den Patienten ins Auge verpflanzen können.
Nach Verletzungen oder Entzündungen kann eine Operation
den Patienten davor retten, dass er blind wird.
Die neue Möglichkeit eine Hornhaut zu drucken,
dauert weniger als 10 Minuten.
Als äußerste Schicht vom menschlichen Auge,
ist die Hornhaut sehr wichtig für das Sehen.
Weltweit benötigen 10 Millionen Menschen eine Operation,
um Hornhaut-Blindheit als Folge
von verschiedenen Krankheiten zu verhindern.


Gedruckt wurde die Hornhaut mithilfe von Alginat,
ein Stoff, der aus Algen gewonnen wird, und Kollagen.
Kollagen ist ein Eiweiß-Stoff der in Knochen
und Knorpeln enthalten ist.
Der Stoff wird Bio-Tinte genannt.
Die Forscher haben eine Bio-Tinte entwickelt,
die flüssig genug ist, um daraus mit einem
3D-Drucker eine Hornhaut zu drucken.
Gleichzeitig ist die Bio-Tinte aber fest genug,
dass sie die gewünschte Form behält.
Die Forscher haben außerdem bewiesen,
dass sie die Hornhaut an die Bedürfnisse
vom Patienten anpassen können.
Zum Beispiel, können die Forscher die Größe
und die Form der Hornhaut
dem Auge vom Patienten anpassen.
In Zukunft könnte mit dieser Möglichkeit
so viel Hornhaut gedrückt werden, wie gebraucht wird.
Bis das möglich ist wird es allerdings noch einige Jahre dauern.