Einfache Sprache
09.08.2018

Bearbeitete Bilder können Menschen unglücklich machen

Forscher aus Amerika haben herausgefunden, welchen Einfluss bearbeitete Bilder von Menschen auf andere haben können.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Bearbeitete Selfies auf Internet-Seiten
wie Facebook und Instagram können die Menschen
die diese Seiten nutzen, verunsichern und krank machen.
Ein Selfie ist ein Foto, dass man von sich selbst macht.

Bei den Selfies können zum Beispiel die Haut schöner
oder die Zähne weißer gemacht werden.
Dazu benutzen die Menschen Handy-Programme.
Diese werden auch Filter genannt.

Das Bearbeiten von Selfies nennt man auch
Bildmanipulation, weil nicht das wahre Bild gezeigt wird.
Manipulation ist eine bewusste Fälschung.
Bearbeitete Selfies können bewirken,
dass Menschen nicht mehr wissen,
ob das Foto, dass sie gerade sehen,
echt ist oder bearbeitet wurde.
Diese Fotos geben einigen Menschen das Gefühl,
immer schön ausschauen zu müssen.
Davor warnen die Forscher aus Amerika.

Die Forscher haben vor kurzer Zeit Schönheits-Chirurgen
auf der ganzen Welt gefragt, ob ihre Patienten lieber
so ausschauen würden, wie auf ihren bearbeiteten Selfies.
Ärzte, die Menschen operieren, nennt man Chirurg.
Die Hälfte der Schönheits-Chirurgen hat geantwortet,
dass ihre Patienten sagen, sie möchten lieber so ausschauen,
wie auf ihren bearbeiteten Selfies.
2015 waren es noch weniger.

Wenn man immer wieder solche perfekten Bilder sieht,
kann es zu einer Störung der eigenen Wahrnehmung kommen.
Das kann sogar krank machen.

Es gibt eine Krankheit, die "Körperdysmorphe Störung" heißt.
Betroffene beschäftigen sich sehr stark mit dem eigenen Aussehen.
Eine übermäßige Beschäftigung beginnt,
wenn man sich eine Stunde am Tag in Gedanken
mit dem eigenen Aussehen beschäftigt.
Es kann auch zu einer dauernden Sorge um das eigene Aussehen kommen.
Die Betroffenen sorgen sich meist um ein oder mehrere Körperteile,
manchmal auch um den ganzen Körper.
Von den Sorgen können alle Körperteile betroffen sein:
von den Haaren bis hin zu den Zehen.
Haut, Nase, Kopfform, Zähne, Haare und Körperform
werden dabei am häufigsten von den Betroffenen genannt.
Die Betroffenen überlegen ständig, wie schlimm ihr Aussehen gerade ist,
wie sie auf andere Personen wirken könnten,
wie es ihnen gelingen kann, die betroffenen Körperteile
weniger auffällig wirken zu lassen oder wie sie diese verändern könnten.
Solche Krankheiten in der eigenen Wahrnehmung
sind nicht durch das Nutzen von Handys und Internet-Seiten
wie Facebook oder Instagram entstanden, es gab sie auch schon vorher.
Ärzte können die Krankheit mit einer Psychotherapie
und Medikamenten aber gut behandeln.