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04/09/2021

Neues Herzstück für Eindhoven

Was bisher nur einen Zweck erfüllte, soll zum vielseitigen Motor urbanen Fortschritts werden: Eindhoven verwandelt sein Bahnhofsareal im Stadtteil Fellenoord in ein lebendiges neues Viertel, in dem Innovationen aller Art erblühen sollen.

Wichtig war der Bahnhof immer schon. Schließlich ist er essenziell für die „Brainport Eindhoven“ Industrieregion, wo sich alles auf Entwicklung und Fertigung neuer Technologien konzentriert. Künftig soll das bislang monofunktionale Bahnhofsareal weit mehr zu bieten haben: Jüngst gab der Stadtrat von Eindhoven grünes Licht für die Entwicklungsvision „Fellenoord / Internationale Knoop XL“. Diese ist Teil des umfassenden Vorhabens „Internationale Knoop XL“, mit dem das gesamte Gebiet um den Hauptbahnhof grundlegend neugestaltet werden soll.

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Der Masterplan zu „Fellenoord / Internationale Knoop XL“ stammt vom niederländischen Büro KCAP, das die Transformation auch leiten wird. Er sieht vor, den nördlichen Teil des Eindhovener Bahnhofsviertels in ein vielseitiges, gemischt genutztes Viertel zu verwandeln.

„Upgrade“ für Eindhoven

KCAPs städtebauliches Konzept soll „Brainport Eindhoven“ quasi ein neues, pulsierendes Herz implantieren. Eines, das die Bedeutung der Region auf nationaler und internationaler Ebene stärkt. Die niederländische Regierung und die Provinz Noord-Brabant sind deshalb eng in die Entwicklung eingebunden.

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Das Bahnhofsgebiet spielt eine entscheidende Rolle für das Wachstum der Stadt Eindhoven. In den kommenden Jahren soll das etwa 55 Hektar große Areal fit für die Zukunft werden. Mit einem multimodalen Verkehrsknotenpunkt, einschließlich eines neuen Busbahnhofs. Und als attraktives Umfeld für bis zu 7500 neue Wohnungen und Unternehmen aus den Bereichen Technologie, Design und Wissen. 

Schöner wohnen, leben & arbeiten

Die Bauten des von KCAP konzipierten Areals sollen gemeinsam eine offene, harmonische Zone bilden, in der Hochbauten und Grün Akzente setzen. In den Sockeln der Gebäude werden Geschäfte und öffentliche Programme für buntes Leben sorgen. Entlang einladender Straßen, Plätze und Freiflächen sollen vielfältige Wohnformen entstehen. Das neue Viertel wird zudem mit viel öffentlichem Grün aufwarten, das allen Nutzern angenehmen Raum für Outdoor-Freuden, Erholung und Kommunikation bietet.

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„Diese große Bahnhofsentwicklung wird Barrieren überbrücken und alle Teile der Stadt wieder mit ihrem Herzen verbinden. Sie wird der Motor des Eindhoven des 21. Jahrhunderts sein“, schildert Stadtplaner und KCAP-Direktor Frank Werner. Die Vision des Architekturstudios präsentiert ein durchlässiges Stadtquartier mit Bahnhofsviertel. Dieses soll Bewohner und Besucher mit einem multimodalen Knotenpunkt und bester Lebensqualität willkommen heißen.

Diese große Bahnhofsentwicklung wird der Motor des Eindhoven des 21. Jahrhunderts sein

Frank Werner, Direktor des Architekturbüros KCAP
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Die Breite der Hauptverkehrsader wird von siebzig auf vierzig Meter reduziert. Damit wird die durch den Bezirk verlaufende Schnellstraße künftig zum Stadtboulevard, der sich bequem überqueren lässt. Der Busbahnhof an der Nordseite des Bahnhofs soll das neue Quartier komfortabel erreichbar machen. Außerdem wird er erheblich zur Reduktion des Autoverkehrs beitragen. Ebenerdig und versenkt, schafft er Raum für einen zweiten Bahnhofsplatz. Und ein zusätzlicher östlicher Bahnhofseingang wird die Verbindung zum Flüsschen Dommel und der Technischen Universität Eindhoven herstellen.

Erholungsgebiet am Fluss

Einzigartig für das Gebiet ist die Landschaft an beiden Seiten der Dommel. Ihre grünen Ufer werden als städtisches Erholungsgebiet dienen. Die lokale Identität wollen die KCAP-Planer durch mehr und üppige Bepflanzung sowie neue grüne und blaue Strukturen unterstreichen.

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Auch Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Aspekt der Entwicklungsvision für Fellenoord. Im Vordergrund stehen dabei die Themen Klima, Energie und Kreislaufwirtschaft. Alles zielt darauf ab, das neue Stadtquartier von Eindhoven klimasicher, umweltfreundlich und energieneutral zu machen. Energie soll zu 100 Prozent aus nachhaltigen Quellen bezogen werden. Und bei der Errichtung sollen neue zirkuläre Konzepte für Baumaterialien zur Anwendung kommen.

Attraktives Wegenetz

Die Stadt Eindhoven und das KCAP-Team wollen Fellenoord zu einem dichten urbanen Mischnutzungsgebiet mit einem neuen Netzwerk hochwertiger öffentlicher Räume umgestalten. Natürlich wurde bei der Konzeption auch an attraktive Routen für Radfahrer und Fußgänger gedacht. Bewohner und vor Ort Beschäftigte dürfen sich auf grüne Spazierwege vor der Haustür freuen. Und auf ein durchdachtes Radwegnetz, das den Verzicht aufs Auto leichter macht.

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Die Entwicklungsstrategie ist adaptiv und sucht Allianzen zwischen öffentlichen und privaten Parteien, um Synergien zu schaffen und Gewinne ins Gebiet zurückzuführen. Mit der Entscheidung des Stadtrats wurde nun ein wichtiger Schritt zur Transformation des Fellenoord-Gebiets getan.

Viel Neues in Eindhoven

Das schöne Großprojekt des international erfolgreichen Büros KCAP ist allerdings nicht das einzige, mit dem Eindhoven aktuell weltweit Interesse auf sich zieht.

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Auch der spektakuläre, nachhaltige Neubau „Dutch Mountains“ mit seinen zwei hohen Türmen ist Teil desStadtentwicklungsvorhabens „Eindhoven Internationale Knoop XL“. Errichtet wird dieser, von Studio Marco Vermeulen designte Komplex zwischen Bahnhof und TU, an der Schnittstelle von Innenstadt und Campus. Wie KCAPs attraktives „Fellenoord“-Quartier soll er zum verbindenden urbanen Treffpunkt werden, was perfekt zum Namen der ehrgeizigen Zukunftspläne passt: „Knoop“ heißt übersetzt nämlich so viel wie „Knoten“.

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Außerdem bekommt Eindhovens Innenstadt eine innovative, vom Büro MVRDV entworfene Wohnsiedlung namens „Nieuw Bergen“. Im Vergleich zu den neuen „Dutch Mountains“ beim Bahnhof erreicht diese zwar nicht einmal Hügelhöhe. Doch sie beeindruckt mit viel Grün, Barrierefreiheit und – im wahrsten Sinn des Wortes – höchst interessanter, „schräger“ Form. Kurzum: Das niederländische Eindhoven macht seinem Ruf als Hotspot für innovative Technologie und Design alle Ehre.

Text: Elisabeth Schneyder Bilder: KCAP

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