Steam oder doch kein Steam? Ein klarer Blick auf Tinecos S9 Artist-Reihe im Vergleich zu Dreame, Dyson und Shark

Zwei Frauen wischen mit einem Nass- und Trockensauger den Boden auf.
Tineco S9 Artist vs. Steam Pro: So unterscheiden sich Dreame, Dyson und Shark bei Hartböden im Alltag.

Hartböden wirken sauber – bis Krümel, Spritzer und Pfotenabdrücke den Alltag übernehmen. Dann folgt oft das Doppelprogramm: erst saugen, dann wischen, Mop auswaschen, Eimer leeren.

Nass- und Trockensauger versprechen eine Abkürzung: trockenen Schmutz aufnehmen und nasse Flecken im selben Durchgang erledigen. Ob das im Alltag wirklich klappt, hängt an Details.

Tineco bringt dafür die FLOOR ONE S9 Artist-Reihe (inkl. Steam Pro) ins Rennen. Dreame, Dyson und Shark verfolgen eigene Ansätze. Dieser Überblick zeigt die Unterschiede – klar, ohne Marketing, mit den Punkten, die später wirklich zählen.

Was ein Nass- und Trockensauger wirklich bedeutet

Hartböden sammeln gemischten Schmutz schnell. Staub liegt herum, ein Spritzer macht daraus eine schmierige Spur. Ein Nass- und Trockensauger soll beides in einem Durchgang erledigen, damit Putzen weniger nach zwei Jobs hintereinander wirkt. Klingt simpel. Kleine Bau-Details verändern aber, wie gut das zu Hause klappt.

Was solche Geräte gut können

Ein Durchgang statt zwei: saugen + wischen. Das passt besonders zu versiegelten Hartböden wie Fliesen, Vinyl, Laminat und versiegeltem Holz. In Küche, Flur und Eingangsbereich spart das oft Zeit, weil kleine Malheurs nicht gleich eine komplette Putzroutine auslösen.

Am besten funktionieren diese Geräte meist auf versiegelten Hartböden, zum Beispiel:

  • Fliesen
  • Vinyl
  • Laminat
  • versiegeltes Holz (nicht roh)

Sie helfen auch dort, wo “kurz sauber machen” ständig passiert. Kinder, Haustiere, viel Betrieb in der Küche. Ziel: weniger Vorbereitung, weniger Geräte, die irgendwo herumstehen.

Wo Grenzen auftauchen

Sie ersetzen nicht jeden Reiniger im Haushalt. Ein paar Grenzen zeigen sich schnell:

  • Teppich und dicke Teppiche: Meist klappt höchstens kurzfloriger Teppich. Tiefenreinigung wie beim Teppichwaschgerät? Nein.
  • Grober, stückiger Dreck: Nudeln am Boden, Müsli, Chipsstücke. Manche Geräte schaffen das, andere schieben es eher vor sich her. Kurz aufheben spart oft Zeit.
  • Klebriges: Sirup, Soße, eingetrocknete Flecken. Da braucht es manchmal einen langsameren zweiten Durchgang.
  • Kanten und Ecken: Sockelleisten und enge Stellen entlarven schwache Konstruktionen.
  • Empfindliche Böden: Unversiegeltes Holz und zarte Oberflächen mögen weder viel Wasser noch Hitze. Manche Böden mögen nicht einmal “leicht feucht”.

Begriffe, die online dauernd auftauchen

Die Namen verwirren. Viele suchen verschiedene Wörter und meinen fast dasselbe. Ein kurzer Spickzettel hilft.

  • Nass- und Trockensauger / Wet-Dry Cleaner: nimmt trockenen Schmutz auf und kann nasse Stellen aufnehmen, meist auf Hartboden.
  • Wischsauger: saugt und wischt in einem Durchgang.
  • nassreiniger: oft ein Sammelbegriff für Nassreinigung auf Hartböden, häufig mit Selbstreinigung.
  • nasssauger: ein breiter Begriff, den viele nutzen, wenn ein Gerät auch mit nassem Schmutz klarkommen soll. So taucht der Begriff auf einer Kategorie-Seite auf: nasssauger.

Ein Tipp, der wirklich hilft: kurz weg vom Namen, hin zu den Basics. Trennt das Gerät sauberes und schmutziges Wasser? Nimmt es Flüssigkeit auf, ohne Pfützen zu lassen? Trocknet es die Bürste nach dem Einsatz? Diese Punkte zählen mehr als jedes Modewort.

Was Tineco vorgestellt hat: FLOOR ONE S9 Artist und S9 Artist Steam Pro

Die S9 Artist-Reihe richtet sich an Haushalte, in denen trockener Schmutz und nasse Flecken am selben Tag passieren. Zwei Varianten stehen im Fokus: S9 Artist (nass/trocken) und S9 Artist Steam Pro (zusätzlich mit Dampf).

S9 Artist: nass und trocken in einem Gerät

Wichtigste Punkte aus den Herstellerinfos, ohne Werbesprache:

  • Saugkraft: bis zu 22 kPa
  • Laufzeit: bis zu 50 Minuten (Eco)
  • Lie-flat: 180° flach, für niedrige Stellen
  • Selbstreinigung + Trocknung: FlashDry (Bürste spülen, danach trocknen)
  • Anti-Tangle: DualBlock-Konzept gegen Haarwickel
  • Beutellos/Filter: laut Produktbeschreibung HEPA (je nach Set/Region prüfen)

Praxisnutzen zeigt sich vor allem in Zonen mit viel Verkehr: Küche, Flur, Eingangsbereich. 

S9 Artist Steam Pro: was Dampf im Alltag verändert

Dampf hilft vor allem bei Film und klebrigen Spuren (Küche, Laufwege). Dafür gelten Regeln:

  • Nur auf geeigneten, versiegelten Böden
  • Ruhiger führen statt hektisch drüber
  • Mehr Modi bedeuten mehr Entscheidungen im Alltag

Kurz: Steam Pro lohnt eher, wenn Fettfilm und klebrige Schlieren regelmäßig vorkommen.

Design und Handhabung: Kleinigkeiten, die jeden Tag zählen

Werte auf dem Papier sehen sauber aus. Handhabung entscheidet. Lie-flat und die flache Bauweise können das ständige Möbelrücken reduzieren. Und dann kommt der Moment nach dem Putzen: Eine Bürste, die spürbar trocknet, riecht oft weniger und bleibt angenehmer in der Nutzung. Kein Glamour. Nur Alltag.

Direktvergleich: wie Dreame, Dyson und Shark einen anderen Weg gehen

Alle wollen am Ende ähnliche Ergebnisse: saubere Hartböden mit weniger Aufwand. Der Weg dorthin unterscheidet sich aber deutlich. Manche setzen auf Saugkraft plus Wischen. Andere behandeln Wischen wie eine eigene Aufgabe mit Rollen und Wassersteuerung. Das spielt im Alltag eine größere Rolle als der Markenname.

Dreame: nahe am “All-in-one” mit Heißwäsche an der Station

Dreame bleibt mit Geräten wie dem H14 Pro im gleichen Grundprinzip wie ein typischer Nass- und Trockensauger: saugen und wischen in einem Durchgang, dazu Pflege über die Station.

Typische Punkte, die hier auffallen:

  • 180° lie-flat für niedrige Stellen
  • angegebene 18 kPa Saugkraft
  • Station mit 60°C Heißwasser-Bürstenwäsche und 60°C Heißluft-Trocknung

Diese Dock-Reinigung zählt im Alltag. Eine Bürste, die gut trocknet, riecht meist weniger. Gerade in Haushalten mit Haaren, Haustieren oder viel Küche.

Dyson: zwei Ansätze, je nachdem, was “Wischen” zu Hause heißt

Dyson teilt das Thema in zwei sehr unterschiedliche Produkte.

WashG1: ein eigenes Gerät fürs Nassreinigen
Hier steht Nassreinigung im Vordergrund. Das passt gut, wenn bereits ein starker Staubsauger vorhanden ist und ein extra Gerät fürs Waschen der Böden gesucht wird.

V15s Detect Submarine: erst saugen, dann nass mit Aufsatz
Hier kommt ein Nassroller-Aufsatz zum Einsatz. Das eignet sich für bestimmte Zonen, arbeitet aber anders als ein Gerät, das Saugen und Wischen gleichzeitig erledigt. Bei solchen Aufsatz-Lösungen zählt oft die Tankgröße und wie lange das Nassmodul am Stück läuft.

Shark: einfacher, eher für schnelle Runden

Shark zielt häufig auf schnelle Alltagsläufe. Weniger Schnickschnack, dafür Grundfunktionen, die in Küche und Eingangsbereich reichen können. Typisch: kürzere Laufzeiten und kleinere Tanks, dafür oft unkompliziert im Handling.

Was wichtiger ist als Markennamen

Datenblätter wirken ordentlich. Böden im Alltag nicht. Ein guter Nass- und Trockensauger überzeugt durch tägliche Leistung, nicht durch den größten Zahlenwert. Ein paar praktische Details machen den Unterschied – egal ob TinecoDreameDyson oder Shark draufsteht.

Saugkraft vs echte Reinigungsleistung

Mehr Saugkraft hilft, besonders beim Aufnehmen von Flüssigkeit ohne Pfützen. Trotzdem entscheidet Saugkraft nicht allein.

Wichtige Punkte:

  • Bürstenkontakt: Eine Rolle, die stabil am Boden liegt, nimmt mehr auf.
  • Wassermenge: Zu viel Wasser macht Streifen und längere Trockenzeit. Zu wenig Wasser reibt eher als es reinigt.
  • Randreinigung: Viele Geräte lassen einen dünnen Streifen an Sockeln stehen.
  • Gemischter Dreck: Krümel plus Spritzer. Das trennt gute von nervigen Geräten.

Eine einfache Regel: Ein Gerät wirkt schneller, wenn es nach einem Durchgang weniger “Nacharbeiten” braucht.

Dampf: wann er hilft, wann er nervt

Dampf kann klebrige Schichten und Film schneller lösen. Das ist der Kernnutzen. In manchen Haushalten reduziert das auch den Bedarf an stärkeren Reinigern.

Aber Dampf bringt Einschränkungen:

  • Oberfläche prüfen: Versiegelte Böden sind meist die sicherere Wahl.
  • Mit Gefühl führen: Zu hastig mindert die Wirkung.
  • Kein Zaubertrick: Nicht jeder Fleck verschwindet sofort.

Wenn ein Boden schon bei “feucht wischen” warnt, löst Dampf das Problem nicht.

Haare, Haustiere, lange Strähnen

Haare sorgen für viele “Warum stockt das jetzt?”-Momente. Nasse Haare wickeln sich gern fest.

Was hilft:

  • Anti-Tangle-Lösungen: Kämme und Schaber reduzieren Wickeln und Verstopfen.
  • Rolle leicht entnehmbar: Was leicht rausgeht, wird auch gereinigt.
  • Filterpflege: Ein HEPA-Filter hilft gegen feinen Staub, braucht aber Pflege oder Austausch, sonst sinkt die Leistung.

Der schnelle Realitäts-Check vor dem Kauf

Ein Gerät kann top wirken und trotzdem nerven, wenn es nicht zum Zuhause passt.

  • Meist versiegelte Hartböden und oft kleine Malheurs: Ein Nass- und Trockensauger kann den “erst saugen, dann wischen”-Rhythmus ersetzen.
  • Viele Teppiche: Ein starker Staubsauger plus klassisches Wischen funktioniert oft besser.
  • Viele niedrige Möbel: lie-flat und geringe Bauhöhe zahlen sich aus.
  • Viel Küche: Gute Flüssigkeitsaufnahme und einfache Tank-Leerung machen das Leben leichter.

Auch Suchbegriffe führen manchmal in die Irre. Viele tippen Tineco nass trockensauger und meinen eigentlich: “Ein Gerät, das Hartböden wirklich alltagstauglich sauber macht und danach nicht stinkt.” So taucht der Begriff online als Kategorie auf: Tineco nass trockensauger. Besser: erst Boden und Alltag klären, dann Modelle vergleichen.

Wartung und Folgekosten: der Teil, den viele unterschätzen

Der Ärger mit einem Nass- und Trockensauger startet selten am ersten Tag. Er kommt später. Wenn die Bürste müffelt. Wenn der Tank schlierig wird. Wenn “kurz putzen” plötzlich ein Spülprogramm braucht. Wartung klingt langweilig, entscheidet aber, ob das Gerät regelmäßig läuft oder im Eck landet.

Schmutzwassertank: die ehrliche Realität

Im Schmutzwassertank landet eine Mischung, die niemand lange herumstehen lassen will: Staub, Haare, Essensreste, Straßendreck. Wenn das bleibt, riecht es schnell.

Was im Alltag hilft:

  • Tank direkt nach dem Putzen leeren
  • mit warmem Wasser ausspülen
  • Teile offen trocknen lassen

Gerade in Haushalten mit Haustieren spart diese Routine später viel Ärger.

Selbstreinigung und Trocknung: was sie löst, was nicht

Selbstreinigung hilft, besonders wenn das Gerät die Bürste spült und danach trocknet. Eine trockene Rolle riecht oft weniger.

Trotzdem bleibt ein bisschen Handarbeit:

  • Haare an den Rollen-Enden entfernen
  • Dichtungen und Kanten abwischen
  • Filter reinigen oder wechseln, damit Saugkraft stabil bleibt

Verbrauchsmaterial: kleine, laufende Kosten

Mit der Zeit brauchen viele Geräte Teile, das ist normal.

Typisch:

  • Reinigungsmittel (wenn empfohlen)
  • Ersatz-Bürstenrollen
  • Filter, teils HEPA-Filter

Ein einfacher Spartipp: Schmutz nicht wochenlang ansammeln lassen und dann erwarten, dass ein Reinigungsprogramm alles richtet. Regelmäßig kurz reinigen wirkt besser und schont Teile.

Aufbewahrung und tägliche Handgriffe

Auch Platz zählt, vor allem in kleineren Wohnungen.

Hilfreich:

  • eine Basis, die Tropfen auffängt
  • Tanks, die beim Ausgießen nicht kleckern
  • ein Gerät, das sich gut heben und drehen lässt

Ein Gerät, das ordentlich trocknet und sauber verstaut wird, kommt öfter zum Einsatz. Das macht am Ende den Unterschied.

FAQ's

  1. Wie lange dauert das Laden – und wie unterscheiden sich die Laufzeiten (S9 vs. Steam Pro)?
    Plane grob rund 3 Stunden fürs vollständige Laden ein (je nach Ladezustand). Beim Steam-Pro-Modell sinkt die Laufzeit bei aktiver Dampfnutzung im Vergleich zum Standardmodell, weil Heizen Energie zieht. Für die Praxis zählt: Eco für große Flächen, Power/Steam für Problemzonen.
  2. Wie groß sind die Wassertanks – reicht das für eine Wohnung?
    Mit separatem Frisch- und Schmutzwasser kommst du in einer typischen Wohnung meist gut durch, musst aber bei großen Flächen eher einmal zwischendurch leeren. Entscheidend ist weniger die Literzahl als die Frage: Wie einfach lassen sich Tank und Deckel reinigen, ohne zu kleckern?
  3. Wie gut kommt das Gerät mit Tierhaaren klar?
    Anti-Tangle-Systeme helfen vor allem bei langen Haaren, weil sie weniger um die Rolle wickeln. Trotzdem lohnt sich ein kurzer Check nach jeder Runde: Rolle entnehmen, Enden kontrollieren, Haare abziehen – das hält die Leistung stabil und spart Ärger.
  4. Wie gut reinigt der S9 an Kanten/Sockelleisten?
    Viele Wischsauger lassen an Sockeln einen schmalen Rand stehen. Achte bei der Praxis darauf, wie nah die Rolle an der Kante läuft und ob du Ecken mit einem zweiten Handgriff nachziehen musst – diese „Randarbeit“ entscheidet oft über Zufriedenheit.
  5. Garantie & Service in Österreich: Was gilt realistisch?
    In der EU liegt die gesetzliche Gewährleistung typischerweise bei zwei Jahren, zusätzlich kann der Hersteller je nach Aktion/Registrierung Extras anbieten. Für Käufer zählt: Beleg aufheben, Registrierung (falls angeboten) rechtzeitig machen, Serviceweg über Händler oder Hersteller notieren.
  6. Mit welchen Folgekosten solltest du rechnen?
    Mit der Zeit brauchst du meist Rollen und Filter als Ersatzteile; dazu kommt ggf. ein empfohlenes Reinigungsmittel. Wer Tanks nach jeder Nutzung ausspült und die Rolle trocknen lässt, verlängert die Lebensdauer spürbar und senkt die laufenden Kosten.
  7. Tineco S9 vs. Dyson WashG1/V15s Submarine: Was ist der echte Unterschied im Alltag?
    Dyson verteilt die Aufgaben je nach Modell stärker auf separate Schritte/Module (Nassgerät oder Nassaufsatz). Der S9 setzt stärker auf „in einem Durchgang“ plus Pflege über Selbstreinigung/Trocknung. Wenn du möglichst wenig Wechsel und Nacharbeit willst, wirkt das oft einfacher.

Fazit

Die FLOOR ONE S9 Artist-Reihe zielt auf Haushalte mit versiegelten Hartböden, in denen trockener Schmutz und kleine nasse Flecken oft zusammen auftreten. Der S9 Artist kombiniert Saugen und Wischen in einem Durchgang, der S9 Artist Steam Pro ergänzt Dampf für klebrige Spuren und Küchenfilm.

Dreame, Dyson und Shark setzen andere Schwerpunkte – von Dock-Pflege über Aufsatz-Lösungen bis zu einfachen Geräten für schnelle Runden. Entscheidend bleibt der Praxis-Check: Bodenart, Schmutztyp und wie viel Wartung im Alltag passt. Am besten ist das Gerät, das man ohne Aufwand wirklich regelmäßig nutzt.