Küstenflair und Altstadtzauber: 5 Städte zwischen Nord- und Ostsee

Kiel, Flensburg, Friedrichstadt, Mölln und Lübeck locken mit Postkartenidylle, Altstadtcharme und maritimer Lebensfreude.
Segelboote liegen im Hafen von Flensburg vor der Kulisse der Altstadt mit historischen Gebäuden und der St.-Nikolai-Kirche bei Sonnenuntergang.

Urlaub am Meer oder Städtetrip? Wer sich nicht festlegen möchte, findet im nördlichsten Bundesland Deutschlands Schleswig-Holstein die perfekte Kombination, und das in ganz unterschiedlichen Facetten. Norddeutsche Städte wie Kiel, Flensburg und Lübeck verbinden urbanes Flair, Kultur und beeindruckende Architektur mit unmittelbarer Nähe zum Meer. Friedrichstadt und Mölln hingegen locken mit historischem Altstadtcharme, idyllischen Kanälen und Seenlandschaften, die zum Entspannen einladen. Alles wie geschaffen für eindrucksvolle Rundreisen, spontane Wochenendtrips und spannendes Sightseeing – instagrammable Hotspots inklusive.

Karte von Schleswig-Holstein mit markierten Städten wie Kiel, Flensburg, Friedrichstadt, Mölln und Lübeck zwischen Nordsee und Ostsee.

Der Norden Deutschlands bietet zwischen Nordsee und Ostsee malerische Küstenorte, historische Städte und idyllische ländliche Gebiete – wie geschaffen für unvergessliche Städtetrips, die eine perfekte Mischung aus Action und Entspannung bieten.

1. Kiel erleben: Förde, Hafen & maritimes Flair

Moin aus der Sailing City Kiel! Wasser bestimmt das Leben in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt, denn hier dreht sich alles um die Ostsee und die Förde, ein langer Arm der Ostsee, der sich tief ins Landesinnere schneidet und Kiel in zwei Uferseiten teilt. Ob beim Bummeln entlang der Kiellinie, beim Entspannen am Strand, beim Flanieren im Hafen oder bei einem kleinen Klönschnack zwischendurch – in Kiel vereint die Ostsee Ruhe und Abenteuer. Die Förde reicht bis ins Stadtzentrum und verleiht der Stadt ihr unverwechselbares maritimes Flair.

Ein Paar genießt den maritimen Flair am Hafen von Kiel vor dem Ausflugsschiff „Stadt Kiel“.

Wer die Stadt kennenlernen möchte, beginnt am besten auf dem Wasser. Eine zweistündige Hafenrundfahrt, ein Ausflug mit der Fähre zum Marine-Ehrenmal Laboe oder ein Tagestörn auf der Förde mit einem Traditionssegler eignen sich dafür ganz besonders.

Strandfans und Wassersportler:innen kommen in Kiel voll auf ihre Kosten: Stand-up-Paddling, Segeln, Windsurfen und Kiten direkt an der Ostsee oder im Segelcamp versprechen Action und das unverwechselbare Kieler Lebensgefühl. Nach so viel Action ist Entspannung mit Meerblick angesagt – etwa in der Rune Sauna an der Kiellinie oder in den mobilen Saunawagen in Heikendorf und Laboe. Mutige können nach der Sauna auch direkt ins kühle Nass springen.

Eine Frau blickt von der Küste in Kiel auf die Förde, während Segelboote und ein Leuchtturm im Hintergrund das maritime Flair der Stadt unterstreichen.

Die Kieler Förde zieht sich rund 17 Kilometer von der offenen Ostsee bis tief in die Stadt hinein. Vom Wasser aus zeigt sie sich mit Segelbooten, Fährschiffen, Leuchttürmen und Stränden von ihrer schönsten Seite.

Ein Paar balanciert händchenhaltend auf einer Mauer am Hafen, im Hintergrund Segelboote.

Die Kiellinie ist Kiels bekannteste Uferpromenade am Westufer der Förde. Sie verbindet auf 3,5 Kilometern vom Schlossgarten bis zur Feldstraße maritimes Panorama mit urbanem Leben.

Eine Frau steht auf einem Paddleboard auf dem Wasser und hält ein Paddel.

Stand-up-Paddling entlang der Förde an der Kiellinie oder vom Falckensteiner Strand bis Schilksee und Strande möglich – immer mit Küstenblick. Wer es ruhiger mag, paddelt naturnah auf der Schwentine am Ostufer.

Ein Paar mit Fahrrädern blickt auf einen Hafen mit Segelbooten und einem Schiff.

Die Kiellinie ist nicht nur eine der schönsten Flaniermeilen, sondern auch ein idealer Ausgangspunkt für Radtouren entlang der Kieler Förde oder in die umliegenden Stadtteile.

Mehrere Segelboote mit farbigen Segeln nehmen an einer Regatta auf dem Wasser teil.

Vom 20. bis 28.  Juni 2026 verwandelt die Kieler Woche die Stadt in ein internationales Segel- und Sommerfest voller maritimer Momente.

Eine Frau und ein Kind sitzen zwischen Strandkörben am Sandstrand und pusten gemeinsam Seifenblasen in die sommerliche Küstenluft.

Hawaii-Feeling trifft auf Strandkörbe: Kiel mit seinen weißen Stränden und zahlreichen Wassersportspots lädt zum Entspannen, Spielen, Sporteln und Sonne genießen ein.

Ein weiß-grüner Leuchtturm steht auf einer kleinen Insel, verbunden mit einem Sandstrand und umgeben von blauem Wasser.

Am Leuchtturm Friedrichsort ziehen Kreuzfahrt- und Passagierschiffe durch die enge Kieler Förde vorbei – ein wunderschöner Aussichtspunkt, der sich ideal mit einer Ostsee-Wanderung samt Fischbrötchenpause verbinden lässt.

Leuchtturm Bülk an der Ostseeküste mit Wellen, Steinen am Ufer und einem Kitesurfer bei sonnigem Wetter.

Die Leuchttürme sind nicht nur nautische Wegweiser, sondern auch beliebte Ausflugsziele entlang der Förde. Besonders der Leuchtturm Holtenau und der Leuchtturm Bülk lassen sich gut mit Spaziergängen oder Radtouren verbinden.

Zwei junge Frauen fahren lachend auf E-Scootern am Kleinen Kiel entlang, im Hintergrund ist der Kieler Rathausturm und ein Springbrunnen zu sehen.

Die Stadt Kiel lässt sich entspannt zu Fuß, mit dem Rad oder auf E-Scootern erkunden – ein Highlight ist der Rathausturm, dessen Architektur am Markusturm (Campanile) in Venedig orientiert ist.

Zwei Personen stehen auf einer Aussichtsplattform und blicken über die Stadt Kiel mit vielen Bäumen und Gebäuden.

Ein echter Geheimtipp: Die Rathausturmfahrt bietet ein unvergleichliches Panorama über die Kieler Innenstadt aus 67 Metern Höhe. Der unter Denkmalschutz stehende 106 Meter hohe Turm ist eines der Wahrzeichen der Stadt und Teil des Rathauses.

Zwei Menschen spazieren lachend vor dem historischen Backsteingebäude des Schifffahrtsmuseums in Kiel.

In der ehemaligen Fischhalle am Kieler Hafen befindet sich heute das Schifffahrtsmuseum. Es erzählt Kiels maritime Geschichte – vom Fischfang über den Matrosenaufstand von 1918 – und bietet spannende Einblicke in Schiffsmodelle, Marinemalerei und nautisches Gerät.

Zwei Personen stehen vor einem historischen Eingang mit Holzportal und unterhalten sich vor einem Gebäude mit der Aufschrift „Stadtmuseum“.

Im Stadtmuseum Warleberger Hof tauchen Besucher:innen in Kieler Geschichte ein. Wechselnde Sonderausstellungen und die Dauerausstellung zur Stadtentwicklung lassen Kunst, Kultur und Alltagsleben vergangener Jahrhunderte lebendig werden.

Ein kurzer Abstecher ins Aquarium Geomar verspricht tierische Begegnungen. Besonders beliebt sind die verspielten Seehunde, die man bei Fütterungen oder beim Training beobachten kann. Für Kulturfreund:innen lohnt sich ein Streifzug durch das Stadtmuseum Warleberger Hof mit spannenden Einblicken in die Geschichte Kiels, das Schifffahrtsmuseum mit seiner maritimen Tradition und das Zoologische Museum. Direkt an der Förde lädt der Alte Botanische Garten zum Verweilen ein – mit seiner Vielfalt an Pflanzen und Tieren, eindrucksvollen Baumriesen und einem herrlichen Blick über die Kieler Förde.

Ein junger Mann genießt ein frisches Fischbrötchen im Freien, typisch für die entspannte norddeutsche Lebensart und die kulinarische Vielfalt an der Küste.

Kiel ist ein Paradies für alle, die Fisch und maritime Küche genießen wollen. 

2. Flensburg: So punktet die Stadt am Tor zum Norden

Direkt an der Förde und nur einen Steinwurf von Dänemark entfernt, vereint Flensburg norddeutsche Ruhe mit skandinavischem Flair. Jahrhunderte lang gehörte die Stadt zum dänischen Königreich, und dieses kulturelle Erbe ist bis heute spürbar. Ein Spaziergang durch die Altstadt – vom historischen Nordertor bis zum belebten Südermarkt – fühlt sich an wie eine Zeitreise durch 700 Jahre Stadtgeschichte.

Traditionelle Holzsegelboote liegen an einem Steg im Hafen von Kiel, während im Hintergrund moderne Schiffe und Werftanlagen zu sehen sind.

Hafenluft und Kopfsteinpflaster: In Flensburg weht nicht nur die salzige Brise der Förde durch die Gassen, sondern auch der süße Duft von Rum – ein Erbe der jahrhundertelangen Handelsgeschichte, das bis heute die Stadt prägt.

Ein Blick in die Geschichte lohnt sich in Flensburg besonders: Die Lage am Wasser prägte die Stadt als bedeutende Seestadt – und der Rumhandel brachte ihr Wohlstand und Weltruhm. Im 18.  Jahrhundert war der Hafen ein wichtiges Drehkreuz für die Westindien-Flotte, die Rohrzucker und Rum aus der Karibik brachte. In Flensburg wurden diese exotischen Waren veredelt und in alle Welt verschifft. Noch heute erinnern der Flensburger Rum und die Rum- und Zucker-Meile an diese bewegte Zeit. 

Hoch über dem Westufer von Flensburg liegt der Museumsberg Flensburg, eines der größten Museen Schleswig-Holsteins. Mit weitem Blick über Stadt und Förde präsentiert er Kunst und Kultur vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert und macht die kulturelle Vielfalt der Region eindrucksvoll erlebbar. Zu den Highlights zählen originale Bauernstuben, eine deutschlandweit einzigartige Möbelsammlung mit über 900 historischen Stücken sowie Werke von Emil Nolde, Erich Heckel und Hans Christiansen.

Morgensonne spiegelt sich im Wasser vor dem historischen Schloss Glücksburg, umgeben von Bäumen und ruhiger Natur.

Als Tagesausflug empfiehlt sich das Wasserschloss Glücksburg – eines der bedeutendsten Renaissance-Wasserschlösser Europas, dessen weiße Mauern sich eindrucksvoll im Schlosssee spiegeln.

Schmale, gepflasterte Gasse in Flensburg mit alten, dicht stehenden Häusern und Kletterpflanzen an den Fassaden.

Da Flensburg den Zweiten Weltkrieg nahezu unversehrt überstanden hat, sind kleine Gassen, traditionsreiche Kaufmannshöfe und idyllische Plätze bis heute erhalten.

Rumregatta in Flensburg

Mit der jährlich stattfindenden Rum-Regatta holt Flensburg die Karibik in den Norden: Das Treffen historischer Gaffelsegler ist weniger Wettkampf als fröhliche Geschwaderfahrt, bei der traditionell der Zweitplatzierte mit einer Flasche Rum belohnt wird.

Zwei Menschen schieben ihre Fahrräder an einem Ostseestrand mit Strandkörben entlang, im Hintergrund Bäume und typische Küstenarchitektur.

Die Strandpromenade Sandwig verbindet feinen Sandstrand mit Fördeblick, Cafés direkt am Wasser und einer entspannten Promenade zum Flanieren und Baden.

Der historische Salondampfer Alexandra fährt während eines maritimen Festes durch den Flensburger Hafen, im Hintergrund die Altstadt mit markanten Gebäuden.

Der historische Salondampfer Alexandra lädt zu nostalgischen Förde-Fahrten ein und bringt maritimes Flair vergangener Zeiten zurück auf das Wasser.

Backsteingebäude mit Giebelfassade und Turm, umgeben von Bäumen und grüner Wiese.

Der Museumsberg Flensburg zeigt Kunst und Kulturgeschichte des ehemaligen Herzogtums Schleswig und beherbergt mit über 900 historischen Möbelstücken eine der größten Sammlungen ihrer Art in Deutschland.

Der historische Hafen und die maritime Kulisse der Förde prägen das Leben in Flensburg seit Jahrhunderten. Vom Hafen aus starten Ausflüge mit der MS Viking, dem restaurierten Salondampfer Alexandra, Kajaktouren oder entspannte Fahrten mit Elektrobooten.

Museumshaften Flensburg

Der Museumshafen zeigt liebevoll restaurierte, ehemals gewerblich genutzte Segelschiffe, die früher zwischen Ostsee, Belten, Sunden und bis hinauf ins Kattegat und Skagerrak unterwegs waren.

3. Friedrichstadt: Das kleine Amsterdam des Nordens

Wo schmale Grachten durch die Stadt ziehen, holländische Treppengiebel auf gepflasterte Straßen treffen und Fahrräder an kleinen Brücken lehnen, entfaltet Friedrichstadt seinen ganz eigenen Zauber. Zwischen Eider und Treene gelegen, wirkt das „kleine Amsterdam des Nordens“ zugleich norddeutsch und überraschend weltoffen. Wasser, Weite und Geschichte bestimmen das Bild – und laden dazu ein, das Tempo zu drosseln und sich auf über 400 Jahre Stadtgeschichte einzulassen.

Reihe historischer Giebelhäuser mit farbigen Fassaden und Flaggen steht am gepflasterten Marktplatz mit Fahrrädern und Geschäften im Erdgeschoss

Wer durch Friedrichstadt spaziert, taucht ein in holländisches Flair: Entlang der Grachten reihen sich schmale Häuser, kleine Geschäfte und feine Manufakturen aneinander.

Friedrichstadt wurde 1621 von Herzog Friedrich III. von Schleswig-Gottorf gegründet. Holländische Remonstranten, die ihre Heimat aus religiösen Gründen verlassen mussten, halfen beim Aufbau der Stadt und brachten Erfahrung, Ideen – und den bis heute prägenden Stadtgrundriss mit rechtwinkligen Straßen, Grachten, Brücken und stufenförmigen Giebeln. Schon früh erhielt Friedrichstadt den Beinamen „Stadt der Toleranz“, denn unterschiedliche Glaubensgemeinschaften durften hier ihren Glauben frei ausüben. Noch heute erinnern Kirchen und die Synagoge an diese besondere Geschichte.

 

Kanal mit ruhigem Wasser, Holzsteg und Außengastronomie, umgeben von historischen Backsteinhäusern, grünen Bäumen und blühenden Blumen im Vordergrund

Besonders reizvoll zeigt sich Friedrichstadt vom Wasser aus. Bei einer Grachtenfahrt eröffnen sich neue Perspektiven auf Brücken, Giebel und blühende Ufer. Entlang der Kanäle reihen sich kleine Geschäfte, Ateliers und Cafés aneinander.

Historische Treppengiebelhäuser in Friedrichstadt mit blühenden Rosen im Vordergrund, typisch für das „Venedig des Nordens“.

Historische Treppengiebel prägen das Stadtbild Friedrichstadts. Die stufenförmigen Fassaden gehen auf die Gründung im Jahr 1621 zurück und spiegeln den starken niederländischen Einfluss wider, der der Stadt bis heute ihr unverwechselbares Gesicht verleiht.

Typisches Treppengiebelhaus aus rotem Backstein in Friedrichstadt, eingerahmt von weißen Nachbarhäusern und kleinen Rosenbüschen.

Trotz größerer Zerstörungen wie 1850 im dänisch-schleswig-holsteinischen Krieg ist das historisch gewachsene Stadtbild von Friedrichstadt bis in die Gegenwart erhalten geblieben. Einzelne Gebäude aber auch ganze Straßenzüge zeugen noch heute vom besonderen Flair aus den Gründungstagen. 

Bei einem Bummel durch die gepflasterten Straßen begegnet man auf Schritt und Tritt Zeugen der Vergangenheit: alte Hausmarken, ehrwürdige Backsteinfassaden und die berühmten Treppengiebelhäuser verleihen der Stadt ihr unverwechselbares Gesicht. Wer tief in die Stadtgeschichte eintauchen möchte, besucht das Museum Alte Münze Friedrichstadt. Gleich daneben erwartet Besucher:innen die größte Modellbahn-Schauanlage des Landes: Über 4.500 Figuren, 101 digital gesteuerte Züge auf rund 1,3 Kilometern Strecke sowie Tag-Nacht-Zyklen, Feuerwerk und sogar Gewitter lassen detailreiche Miniaturwelten lebendig werden.

Neben Kultur und Architektur ist Friedrichstadt auch ein idealer Ausgangspunkt für Radtouren. Nur wenige Minuten vom Marktplatz entfernt beginnt die weite Flusslandschaft von Eider und Treene mit Deichen, Wiesen und charmanten Dörfern – eine ruhige Alternative zur Nordseeküste. Gut ausgeschilderte Wege führen vorbei an Feldern und durch kleine Orte, die ihren gewachsenen Charme bewahrt haben. Ein besonderes Ziel ist das Storchendorf Bergenhusen mit seinem Naturschutzzentrum, wo sich mit etwas Glück Weißstörche beobachten lassen.

4. Mölln: Eine Inselstadt wie aus dem Bilderbuch

Ein Streifzug durch die Eulenspiegelstadt Mölln gleicht dem Blättern in einem Märchenbuch. Zwischen Backsteingotik, tiefblauen Seen und dem allgegenwärtigen Geist eines legendären Schalks entfaltet sich eine feine Mischung aus historischer Architektur, wunderschöner Natur und feinem Humor. Die Geschichte beginnt am Marktplatz, wo Till Eulenspiegel am Brunnen wartet. Wer seine bronzene Schuhspitze und seinen Daumen gleichzeitig reibt, dem winkt Glück – und von hier aus startet der Rundgang durch die Altstadt.

Zwischen Kurpark-Idylle und Wildpark-Abenteuer zeigt sich die Eulenspiegelstadt von ihrer erholsamsten Seite. Der denkmalgeschützte Kurpark lädt mit Kneipp-Gärten, Klangschalen und stimmungsvollen Sonntagskonzerten zum Verweilen ein. Wer es lieber aktiv mag, schwingt sich aufs Rad und erkundet die seenreiche Umgebung oder spaziert entlang der Ufer. Zwischen Bootsfahrten auf glitzernden Seen und einem Abstecher ins gotische Rathaus am Markt – heute Stadtmuseum – fügt sich alles zu einem abwechslungsreichen Tagesprogramm, das Naturgenuss und historische Entdeckungen harmonisch vereint.

Blick auf die Altstadt von Mölln mit Fachwerkhäusern, Kirche und See, während ein Boot auf dem Wasser fährt.

Mölln liegt wie eine kleine Insel inmitten der schimmernden Seen des Lauenburgischen Seenlands und verzaubert mit verwinkelten Gassen, historischen Fachwerkhäusern und dem verspielten Geist von Till Eulenspiegel.

Die Altstadt von Mölln liegt malerisch auf einer Halbinsel, umgeben von mehreren Seen und viel Wald.

Mölln liegt mitten im Naturpark Lauenburgische Seen. Umgeben von Wäldern, Feldern, Wiesen und sanften Hügeln erstreckt sich hier – zwischen Schaalsee und Elbe-Lübeck-Kanal, Lübeck und Büchen – eine Seenlandschaft mit rund 40 idyllischen Gewässern.

Historische Fachwerkhäuser und ein gepflasterter Platz mit Außengastronomie in der Altstadt von Mölln bei sonnigem Wetter.

Das Eulenspiegel-Museum, untergebracht in einem hübschen Fachwerkhaus von 1582, präsentiert Streiche, Weisheiten und Schnabelschuhe des bekanntesten Narren Till Eulenspiegel.

Fachwerkhäuser und Backsteinarchitektur prägen das historische Stadtbild von Mölln, eingerahmt von Bäumen und sommerlichem Grün.

Der historische Marktplatz ist Startpunkt für geführte Touren durch Mölln: Auf einem 60- bis 90-minütigen Stadtrundgang führen kundige Gästeführer:innen durch die reiche Geschichte der Eulenspiegelstadt.

Die bronzene Till-Eulenspiegel-Statue sitzt am Brunnen auf dem Marktplatz von Mölln, umgeben von Kopfsteinpflaster und historischen Backsteinhäusern.

Der Eulenspiegelbrunnen auf dem Marktplatz, gestaltet von Karlheinz Goedtke, ist ein beliebtes Fotomotiv für Besucher:innen. Der Legende nach wurde der Schelm hier 1350 stehend begraben. 

Blick auf die Altstadt von Mölln mit historischen Backsteinhäusern, der Kirche St. Nicolai und grüner Uferlandschaft am Wasser.

Ein architektonischer Höhepunkt ist die Kirche St. Nicolai, die seit 1250 über der Möllner Altstadt wacht. Besucher:innen finden hier nicht nur einen Ort der Ruhe, sondern auch bedeutende Kulturschätze wie die Jakob-Scherer-Orgel und kunstvolle Deckenmalereien.

Kulinarisch öffnet Mölln ein weiteres Kapitel seiner Geschichte. Auf dem Lauenburg'schen Teller verbinden Spitzenköch:innen regionale Zutaten und traditionelle Komponenten zu überraschend feinen Kreationen. Frisch gefangene Fische aus den heimischen Gewässern – Hecht, Zander, Barsch, Aal oder Regenbogenforelle – sowie Wild und aromatische Pilze aus den umliegenden Wäldern bereichern das kulinarische Angebot. So schmeckt man in den Möllner Restaurants die Landschaft förmlich auf der Zunge: Vom ersten Gang bis zum letzten Schluck spürt man, wie tief die Stadt in ihrer Region verwurzelt ist.

5. Lübeck für alle Sinne: UNESCO-Schätze und Marzipanträume

Lübecks von Wasser umgebene Altstadt ist ein wahrer Sehnsuchtsort. Schon von weitem kündigt die Skyline der sieben Türme von Lübeck die Stadtgeschichte an: fünf gotische Hauptkirchen, allen voran St. Marien, die als Mutterkirche der Backsteingotik im Ostseeraum gilt. Wer schwindelfrei ist, erklimmt die Aussichtsplattform der Petrikirche – und steht plötzlich über den glitzernden Flussläufen, Dächermeeren und verwinkelten Gassen der Altstadt. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis nach Travemünde, und man erkennt, wie die Stadt zwischen Wasser und Backstein zu einem lebendigen Zeitdokument verschmilzt.

Das Holstentor in Lübeck mit seinen markanten Türmen und der Backsteinarchitektur, flankiert von Grünflächen und historischen Gebäuden, symbolisiert das UNESCO-Welterbe der Hansestadt.

Das Holstentor aus dem 15. Jahrhundert war einst Teil der städtischen Befestigungsanlage und symbolisiert Lübecks Anspruch als „Königin der Hanse“ – heute ist es eines der bekanntesten Stadttore Europas.

Lübeck, mittelalterliche Hansestadt und seit 1987 UNESCO-Welterbe, zeigt als erste komplett erhaltene Altstadt Nordeuropas ihren ursprünglichen Stadtgrundriss. Die von Wasser umflossene Insel glänzt mit einer Dichte historischer Bausubstanz: imposante Bürgerhäuser, kunstvolle Kirchen und Backsteinfassaden formen die Silhouette, die die Stadt unverwechselbar macht. Holstentor und das prachtvolle Rathaus stehen wie Zeitzeugen der Hanse und sind ideale Ausgangspunkte für Spaziergänge und Sightseeing-Trips durch Jahrhunderte Handels- und Kulturgeschichte.

Vier historische Häuser mit unterschiedlichen Fassaden und vielen Fenstern stehen nebeneinander unter blauem Himmel.

Schmale Giebelhäuser mit aufwendig gestalteten Fassaden erzählen vom Reichtum der Lübecker Kaufleute, die ihre Häuser zugleich als Wohn-, Lager- und Handelsorte nutzten.

Backsteingebäude mit markanten Giebeln spiegeln sich im Wasser eines Kanals unter blauem Himmel.

Die Salzspeicher an der Trave erinnern an das „weiße Gold“, das Lübeck Wohlstand brachte: Über die Alte Salzstraße gelangte das begehrte Gut aus Lüneburg bis in den Ostseeraum.

Historische Häuser mit roten Ziegeldächern und verzierten Giebeln unter blauem Himmel.

Backsteingotik in Vollendung: Kirchen und Bürgerhäuser formen die unverwechselbare Silhouette Lübecks, die der Stadt 1987 den Status als UNESCO-Weltkulturerbe einbrachte.

Drei historische Statuen stehen im sonnigen Innenhof vor einer Backsteinfassade mit roten Dachziegeln in der Lübecker Altstadt.

Das Museumsquartier St.  Annen vereint die Geschichte, Kunst und Kultur Lübecks und lädt in historischen Backsteinbauten zu einem lebendigen Streifzug durch die Hansestadt ein.

Hinter den ehrwürdigen Fassaden verbergen sich über 90 Gänge und versteckte Höfe, die zum Erkunden einladen. Zwischen Fachwerk und Kopfsteinpflaster erzählt die Stadt ihre Geschichten weiter: Insgesamt 13 Museen bereichern die UNESCO-Altstadt – alle bequem fußläufig erreichbar – und gewähren spannende Einblicke in Kunst, Hansegeschichte sowie in das Leben berühmter Lübecker Nobelpreisträger wie Thomas Mann, Willy Brandt und Günter Grass. 

Am Abend spiegeln sich Häuser und Boote im ruhigen Wasser eines Kanals.

Blick auf die Trave zur Blauen Stunde: Der historische Hafenrand markiert Lübecks Rolle als Handelsmetropole der Hanse, deren Altstadtinsel bis heute vollständig von Wasser umschlossen ist.

Nordsee, Ostsee und viele Eindrücke: Auf Entdeckertour durch Schleswig-Holsteins Städte

Wer Lust auf abwechslungsreiche Abenteuer, Städtetrips und Ausflüge zwischen Nordsee und Ostsee hat, sollte Schleswig-Holsteins Städte ganz oben auf die Reiseliste setzen. Von der maritimen Leichtigkeit Kiels über das skandinavisch geprägte Flensburg, das romantische Grachtenflair Friedrichstadts, das verträumte Seenidyll Möllns bis hin zur majestätischen Hansestadt Lübeck – jede Stadt erzählt ihre eigene Geschichte, jede Ecke lädt zu Entdeckungen ein.

Podcast: Schleswig-Holstein und seine Geschichten 

Schleswig-Holstein vereint dabei ein kleines Stück Venedig, Dänemark, Hawaii und Amsterdam: Grachten, Küstenflair, sonnige Strände an Ostsee und Nordsee, Deiche und holländische Giebelhäuser warten nur darauf, entdeckt zu werden. Ob beim Stand-up-Paddling, Surfen oder Segeln, beim Radeln durch vielfältigen Landschaften, beim Wandern entlang der Küstenpfade, beim Bummeln durch historische Gassen oder beim Genießen des Sonnenuntergangs über der Ostsee – in Schleswig-Holstein treffen Postkartenidylle und unvergessliche Urlaubserlebnisse aufeinander.