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Beschwerden durch Arthrose? Gelenksschmerzen und mehr verständlich erklärt

Arthrose ist die häufigste aller Gelenkkrankheiten. Betroffene sind oft ältere Menschen, jedoch nicht ausschließlich. Die Folge sind schmerzhafte oder steife Gelenke. Werden die Beschwerden stärker, können sie sogar die Beweglichkeit massiv einschränken.

03/08/2023, 12:00 AM

Wodurch aber wird Arthrose ausgelöst und wie ist sie zu diagnostizieren? Das erfahren Sie kompakt in diesem Artikel.

Volkskrankheit Arthrose: Was ist das eigentlich?

Bei gesunden Personen sorgt eine Knorpelschicht in Gelenken dafür, dass harte Bewegungen wie mit einem Stoßdämpfer abgefedert werden. Mit zunehmendem Alter wird diese Schicht jedoch abgenutzt, sie kann ihren Dienst folglich nicht mehr so zuverlässig verrichten. Dies kommt oft soweit, dass gar die Knochen offengelegt werden und aneinander reiben. Leider kann ein solches Stadium zunächst auch ohne Schmerzen auftreten, es bleibt also unbemerkt, bis manchmal erst später starke Schmerzen einsetzen.

Wer ist betroffen?

Zu den Betroffenen gehören der Natur zufolge ältere Personen. Doch auch im mittleren Alter können Beschwerden auftauchen, die Betroffenen schwer zu schaffen machen. Mit Blick auf die Geschlechterverteilung tritt Arthrose bei Frauen etwas häufiger auf. Der Kreis an Personen, die an Arthrose leiden ist insgesamt jedoch sehr groß, weshalb die Bezeichnung „Volkskrankheit“ nicht abwegig ist.

Erste Anzeichen und Symptome

Zu den ersten Anzeichen gehören Schmerzen, die bei ganz bestimmten Bewegungen auftreten. Im Laufe der Zeit können diese in dauerhafte Schmerzen oder auch Nachtschmerzen münden. Die Folge sind Schwierigkeiten beim Ausführen alltäglicher Bewegungen, etwa beim Anziehen eines T-Shirts. Zudem können Betroffene ein überraschendes Einknicken von Körperteilen wie der Hüfte oder den Beinen beobachten. Nicht zuletzt gehören „Knacks-Geräusche“ zu den ersten Erkennungsmerkmalen einer sich entwickelnden Arthrose.

Bei einer fortgeschrittenen Arthrose führen andauernde Schmerzen sowie Schmerzen in der Nacht zu einer extremeren Belastung für Betroffene. Diese können mit sichtbaren Verformungen oder Veränderungen der Gelenke von außen einhergehen. Die Symptome können dabei in Schüben auftauchen und müssen sich nicht gleichbleibend verhalten, was die frühzeitige Diagnose wichtig für erfolgreiche Behandlungen werden lässt.

Die richtige Diagnose

In jedem Fall sollte ärztlicher Rat hinzugezogen werden für eine korrekte Diagnose von Arthrose. Eine Ärztin oder ein Arzt für Allgemeinmedizin, eine Fachärztin oder Facharzt für Innere Medizin (Spezialgebiet Rheumatologie) oder für das Fach der Orthopädie und Unfallchirurgie sind zu empfehlen. Diese können Untersuchungen einleiten, die gerne auch durch eine Befragung und Analyse von Vorerkrankungen starten. Oftmals nur mit Hilfe von Ultraschall oder Röntgen kann schließlich aber eine gesicherte Diagnose erstellt werden.

Behandlungsmöglichkeiten

Grundsätzlich wird zwischen konservativen und operativen Behandlungen unterschieden. Zu ersteren zählt die Gewichtsreduktion oder auch ganz vereinfacht vermehrter Sport, Physiotherapie, Ergotherapie, Magnetfeldtherapie und mehr.

Ferner können bei sehr starken Schmerzen auch lokal Salben oder Cremes angewendet werden. In unterschiedlicher Form werden überdies Schmerzmittel, sogenannte NSAR (Nicht steroidale Antirheumatika) eingesetzt. Eine weitere Möglichkeit zur lokalen Behandlung ist die Viscosupplementation. Hier wird mit Hilfe einer Spritze Hyaluronsäure in das Gelenk injiziert. Zum Einsatz kommen außerdem neuartige Kombinationspräparate, wo zusätzlich zum Hyaluron noch Cortison beigefügt wird. Das Glukokortikoid ist für die rasch einsetzende entzündungshemmende Wirkung, die Hyaluronsäure für die gelenkserhaltende Wirkung zuständig.

Wenn keine der konservativen Therapieformen in Frage kommt, stehen noch verschiedene operative Verfahren zur Verfügung. Hier gibt es von der Korrektur von Fehlstellungen, über die Gelenksspülung oder -sanierung, bis hin zum Gelenkersatz einige Möglichkeiten.

Wichtig für die richtige Diagnose sowie die Wahl der richtigen Behandlung ist in jedem Fall das Konsultieren ärztlichen Rats. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass für die Patienten mit den individuellen Voraussetzungen das richtige Mittel gefunden wird.

Zusammenfassung

Die häufig als Volkskrankheit bezeichnete Arthrose verdient wohl ihren unrühmlichen Namen. Häufig im Alter auftretend sind jedoch auch Menschen im mittleren Alter betroffen. Hier gilt es, besonders die frühen Anzeichen wie Schmerzen bei bestimmten Bewegungen, hörbare Geräusche oder plötzliches Einknicken ernst zu nehmen. Selbst wenn keine Dauerschmerzen bestehen. Für die richtige Diagnose und Behandlung stehen heute unzählige Möglichkeiten zur Verfügung, deren Einsatz individuell mit einem Arzt oder einer Ärztin abgestimmt werden sollte.

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