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Chronik Wien
08/26/2019

Zwei brutale Angriffe gegen Exekutive in nur einer Nacht

Mann forderte Polizei heraus, ihn zu schlagen. Ein anderer schlug einem Beamten ins Gesicht. Beide wurden festgenommen.

Ein betrunkener 18-Jähriger soll am frühen Sonntagmorgen in Wien-Leopoldstadt versucht haben, einen Polizisten zu schlagen. Er wird beschuldigt, bei der folgenden Festnahme eine Beamtin am Knie verletzt zu haben. Sie konnte ihren Dienst nicht fortsetzen, berichtete die Polizei am Montag.

Die Polizisten trafen gegen 6 Uhr wegen einer Auseinandersetzung zwischen vier jungen Männern in der Engerthstraße in Wien-Leopoldstadt ein. Zwei der Männer verhielten sich aggressiv, weswegen sie getrennt wurden.

Aufforderung zu Schlägen

„Ein 18-Jähriger hat sich daraufhin über die Einmischung der Beamten aufgeregt“, schilderte Polizeisprecher Markus Dittrich. Er beschimpfte die Polizisten und forderte sie auf ihn zu schlagen, wobei er bereits Widerstand ankündigte.

Als er einen Polizisten zu attackieren versuchte, wurde er schließlich festgenommen. Dabei soll er um sich getreten und geschlagen haben. Ein Tritt verletzte eine Beamtin am Knie. Der junge Mann wurde wegen schwerer Körperverletzung und Widerstands gegen die Staatsgewalt angezeigt. Ein Alko-Vortest im Arrestbereich ergab 1,24 Promille.

Betrunkener schlug Polizist ins Gesicht

Zu einem weiteren Widerstand gegen die Staatsgewalt ist es am Sonntag gegen 21.30 Uhr in der Esterhazygasse in Wien-Mariahilf gekommen. Ein 33-jähriger, reglos vor einem Supermarkt liegender, betrunkener Mann wurde von Beamten aufgeweckt, woraufhin er herumschrie und sich aggressiv verhielt.

Er wurde mehrmals abgemahnt und schließlich festgenommen. Dabei dürfte er sich heftig gewehrt und einem Polizisten ins Gesicht geschlagen haben. „Er hat Schürfwunden davongetragen und konnte im Dienst bleiben“, sagte Polizeisprecher Dittrich. Der Mann wurde wegen schwerer Körperverletzung und Widerstands gegen die Staatsgewalt angezeigt.