Chronik Wien
01/15/2019

Zwölfjähriger von Straßenbahn erfasst: Bub starb an Unfallstelle

Rettung kämpfte vergeblich um das Leben des Buben. Bim hatte vor Unfall Notbremsung eingeleitet.

von Daniel Melcher, Dominik Schreiber

Ein zwölfjähriger Bub ist am Dienstag um 14.15 Uhr in der Brünner Straße (Wien-Floridsdorf) von einem Zug der Straßenbahnlinie 31 auf offener Strecke erfasst und durch den Aufprall getötet worden. Auf Höhe der Jane-Tilden-Gasse war das Kind auf offener Strecke über die Gleise gelaufen, berichtete Barbara Pertl, Sprecherin der Wiener Linien. Der Straßenbahnfahrer hatte zuvor vergeblich eine Notbremsung eingeleitet.

Laut KURIER-Informationen hatte der Bub offenbar eine Straßenbahn Richtung Schottenring abgewartet und war hinter dieser über die Straße gelaufen - dann wurde er von der entgegenkommenden Bim (nach Stammersdorf) angefahren.

"Haben um sein Leben gekämpft"

"Wir waren mit mehreren Teams vor Ort", sagt Corina Had von der Berufsrettung zum KURIER. "Wir haben um das Leben des Buben gekämpft, doch er verstarb noch an der Unfallstelle."

Der Fahrer steht unter schwerem Schock und wird psychologisch betreut. Die Angehörigen des Buben wurden bereits informiert und sind vor Ort. Fahrgäste kamen keine zu Schaden.

Die Linien 30 und 31 werden wegen des Unfalls derzeit kurzgeführt.

Hinweis: In einer früheren Version dieser Meldung war von einem zehnjährigen Bub die Rede.