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Chronik Wien WohnKURIER
04/07/2019

S wie Smart Wohnungen: Klein, aber clever

Was sich hinter dem kompakten Wohnungstyp verbirgt und was er bringt. Hier sind die Antworten zu den wichtigsten Fragen.

Kaum eine Ankündigung eines geförderten Bauvorhabens kommt heute ohne ihn aus: den Begriff Smart-Wohnung.Doch was genau macht diese Wohnungen so clever? Und was haben Wohnungssuchende davon?

Der WOHNKURIER beantwortet die wichtigsten Fragen dazu.

 

Was sind Smart-Wohnungen eigentlich?

Der Begriff Smart-Wohnung bezeichnet einen bestimmten Standard von geförderten Wohnungen. Konkret werden darunter solche verstanden, die etwas kleiner sind als klassische geförderte Wohnungen. Dank der „sehr intelligenten“ Grundrissplanung könne aber jeder Quadratmeter „optimal“ genutzt werden, versichert die Wohnberatung Wien.

Für ihre Bewohner bringe das einen entscheidenden Vorteil: Keine unnötigen Mietkosten für nicht klug nutzbare Wohnfläche.

Wer ist die Zielgruppe für diese Wohnungen?

Smart-Wohnungen sollen insbesondere die Bedürfnisse von Jungfamilien, Paaren, Alleinerziehern und Alleinstehenden gerecht werden. Jede dritte Wohnung in geförderten Projekten wird in Wien derzeit nach Smart-Standard errichtet.

Welche Typen von Smart-Wohnungen gibt es und wie sind sie ausgestattet?

Smart-Wohnungen gibt es in fünf verschiedenen Varianten. Sie reichen von einem Zimmer mit maximal 40 Quadratmetern über eine mittelgroße Variante mit drei Zimmern (verteilt auf rund 70 Quadratmeter) bis zu fünf Zimmern mit maximal 100 Quadratmetern.

Sie werden mit einer kompletten Basisausstattung (beispielsweise Sanitäreinrichtung, Elektroinstallationen usw.) übergeben.

Was kostet eine solche Smart-Wohnung?

Die Mieten sind laut der Wohnberatung Wien preislich mit Gemeindewohnungen vergleichbar. Zusätzlich zu den Grundvoraussetzungen für geförderte Wohnungen müssen Interessenten daher auch begründeten Wohnbedarf nachweisen.

Konkret heißt das: Für eine 55 Quadratmeter große Smart-Wohnung bestehend aus Wohnküche, Schlafzimmer, Bad, WC und Abstellraum mit Balkon ist mit monatlichen Kosten von rund 400 Euro (inklusive Betriebskosten) und Eigenmitteln von 3.300 Euro zu rechnen.

Zur Finanzierung der nötigen Eigenmittel (siehe R wie Ressourcen) gibt es spezielle Unterstützungsangebote der Stadt (Infos bei der Wohnberatung unter 01 24 111 oder unter www.wohnberatung-wien.at).