Chronik | Wien
28.06.2018

Wissenswertes und Kostproben im Schnapsmuseum

Familie Fischer gewährt Einblicke in die Tradition des Destillerie-Handwerks

Das Bedürfnis nach Eskapismus ist wohl so alt wie die Menschheit selbst: Indigene Völker etwa versetzten sich mithilfe diverser Pflanzen in Rauschzustände. In der Antike war ein geselliges Beisammensein ohne Wein undenkbar. Und die Germanen tranken Bier, das in einem aufwendigen Verfahren gebraut wurde. Doch nicht nur Wein und Bier – auch der Schnaps spielt in unserer Geschichte eine wichtige Rolle.

Und diese wird im Schnapsmuseum (12., Wilhelmstraße 19) der Familie Fischer in Meidling erzählt. Der Familienbetrieb, der bereits in sechster Generation geführt wird, wurde 1902 ins Leben gerufen: Ein Teil der Räumlichkeiten ist unverändert geblieben, wie beispielsweise das holzvertäfelte Büro mit seiner Originaleinrichtung. Man erhält dort Einblicke in die Tradition des Destillerie-Handwerks sowie in die Geschichte und das Leben einer bürgerlichen Familie seit der Kaiserzeit.

Die Besucher können etwa die ersten Rollschreibtische, eine historische Registrierkasse oder auch einen alten Dampfbrennblasen aus Kupfer, der sozusagen das Herzstück bildet, bestaunen.

Die Führung durch das Museum kostet sieben Euro – und endet freilich mit einer Kostprobe. All jene, die keinen Alkohol trinken, können auch Himbeersaft bestellen. Wer nach der Schnaps-Verkostung hingegen immer noch nicht genug hat, kann sich den einen oder anderen edlen Tropfen aus dem Museumsshop direkt mit nach Hause nehmen. Wichtig ist jedoch, telefonisch zu reservieren, da Führungen nur auf Anfrage angeboten werden. Nähere Informationen unter: www.schnapsmuseum.com.