Chronik | Wien
01.11.2018

Wiener Jugendlicher zog vor Polizisten Waffe

Eierwurf und Schläge zu Halloween. Mehrere Gruppen jugendlicher Straftäter erwischt.

Der Halloween-Abend hat manche Teenager anscheinend das Gefühl für das rechte Maß vergessen lassen. In Wien-Floridsdorf bewarf eine sechsköpfige Gruppe das Privatauto eines Polizisten mit Eiern. Als der Mann die Täter zur Rede stellte, zog einer von ihnen eine echt wirkende Faustfeuerwaffe. Bei der Entwaffnung des Burschen kassierte der Beamte zwei Schläge ins Gesicht.

Der Vorfall trug sich gegen 18.00 Uhr in der Prager Straße zu, als der Polizist auf der Höhe der Autokaderstraße unterwegs war. Die Gruppe, aus der die rohen Eier geworfen wurden, bestand nach Angaben von Polizeisprecher Daniel Fürst aus je drei Mädchen und Burschen. Während sich fünf von ihnen zunächst davonmachten, als der Autofahrer sie zur Rede stellen wollte, zog ein 14-Jähriger eine Waffe.

Selbst als der Beamte ihn darauf hinwies, dass er Polizist sei, ignorierte der Bursch die Aufforderung, die Waffe auf den Boden zu legen. Gegen seine Entwaffnung wehrte er sich heftig und letztlich vergeblich, indem er dem Polizisten ins Gesicht schlug. Die vermeintlich echte Waffe wurde später von Kollegen des Beamten sichergestellt, die von einem Zeugen alarmiert worden waren. Der 14-Jährige wurde angezeigt.

Autoknacker

Mit ebenfalls sehr junger Klientel hatten schon am Vormittag Polizisten im Bezirk Landstraße zu tun. Zwei Burschen und drei Mädchen im Alter von 13 bis 16 Jahren versuchten sich in der Hainburger Straße mehrfach als Autoknacker. In zwei Fällen machten sie Anstalten, Pkw kurzzuschließen. Da sie dabei beobachtet wurden, war die Polizei rasch zur Stelle. Das Quintett wurde angezeigt.

Mit vier Anzeigen und einer Festnahme ist die Fahndung nach Jugendlichen zu Ende gegangen, denen mehrere Raubüberfälle und zwei Einbruchsdiebstähle in den Wiener Bezirken Floridsdorf und Donaustadt zur Last gelegt werden. Die Taten wurden von Juni bis August verübt. Den Burschen im Alter von 14, 15 und 17 Jahren ging es hauptsächlich um Geld. Zu diesem Zweck überfielen sie zum Teil unter Anwendung von Gewalt auf der Straße Jugendliche. Der mutmaßliche Haupttäter sitzt seit einigen Tagen in Haft, teilte die Polizei nun mit.