Chronik | Wien
01.08.2018

Wiener Fiakerpferde könnten hitzefrei bekommen

Ab 35 Grad ist der Betrieb in der Innenstadt untersagt. Am Donnerstag dürfte es so weit sein.

Arbeiten im Freien ist angesichts der aktuellen Hitze alles andere als lustig - auch für Tiere: Die Wiener Fiakerpferde könnten allerdings noch diese Woche hitzefrei bekommen. Laut Gesetz dürfen sie nicht mehr zum Einsatz kommen, wenn in der Inneren Stadt 35 Grad oder mehr gemessen werden. Laut Prognosen stehen die Chancen dafür am Donnerstag am Besten.

Die Kutscher seien von der Behörde bereits informiert worden, dass das Betriebsverbot noch im Lauf der Woche schlagend werden könnte, sagte Leopold Bubak, Leiter der u. a. für Fiaker zuständigen Magistratsabteilung 65, zur APA. Es wäre das erste Mal im heurigen Sommer.

Relevant ist die Messung der Wetterstation Wien Innere Stadt (TAWES) der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Ab 35 Grad müssen Fahrer und Pferde für den Rest des Tages abziehen, wobei die Fiaker verpflichtet sind, sich selbstständig auf der Homepage der ZAMG über die stündlich aktualisierte Temperatur zu informieren. "Da gibt es keine Ausreden", so Bubak.

Die Regelung aufgrund einer Novelle des Fiakergesetzes war im Vorjahr erstmals schlagend geworden - und zwar ziemlich exakt vor einem Jahr, am 1. August. Damals gab es keinerlei Probleme bei Abzug von Kutschern und Rössern. Insofern musste kein einziges Organstrafmandat verhängt werden. Sollte sich doch jemand nicht an die Regeln halten, drohen Pönalen ab 140 Euro, wobei der Strafrahmen bis zu 3.500 Euro reicht.