Chronik | Wien
27.11.2018

Wiener Budget für 2019 nach zweitägiger Debatte beschlossen

Neuverschuldung beträgt 188 Mio. Euro. Stadtrat Hanke versprach eine "Trendwende".

Im Wiener Rathaus hat der Gemeinderat am Dienstag das Budget für das kommende Jahr beschlossen. Es sieht Einnahmen von 15,497 Mrd. Euro und Ausgaben von 15,685 Mrd. Euro vor. Das ausgewiesene Minus von 188 Mio. Euro stellt die Neuverschuldung dar - wobei Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) zum Auftakt der Debatte am gestrigen Montag eine "Trendwende" versprach.

Denn 2019 soll das letzte Jahr sein, in dem die Stadt Schulden macht. Wien wird laut dem Budgetentwurf Ende kommenden Jahres mit rund 6,9 Mrd. Euro in der Kreide stehen. Die versprochene Abkehr von der Fremdmittelaufnahme wird laut Hanke u.a. durch die günstige Wirtschaftslage sowie einem Beschäftigungshöchststand ermöglicht.

Der Ressortchef verwies auf die Tatsache, dass Wien in Sachen Pro-Kopf-Verschuldung im Mittelfeld liege. Die Opposition konnte er im Rahmen der zweitägigen Debatte aber offenbar trotzdem nicht überzeugen. FPÖ, ÖVP und NEOS lehnten das Zahlenwerk ab. Beschlossen wurde das Budget erwartungsgemäß nur mit den Stimmen von SPÖ und Grünen.