Wien: Rätsel um gefesselten Toten
Ein vorerst noch rätselhaft erscheinender Todesfall beschäftigt seit Samstagfrüh die Wiener Kriminalpolizei: Ein 36-jähriger Mann wurde tot in seiner Wohnung in Wien-Wieden gefunden.
Der Tote war jedoch auf besondere Art mit Strick und Klebeband gefesselt - Umstände, die die Sache als zumindest "bedenklichen Todesfall" erscheinen ließen. Ob tatsächlich Fremdverschulden oder eine Art von Unfall vorliegt, ließ sich vor Ort jedoch nicht eindeutig klären. Eine
Obduktion sollte mehr Aufschluss erbringen.
"Es könnte sich um einen sogenannten autoerotischen Unfall handeln. Ob dabei eine fremde Hand mit im Spiel war oder ob es sich um Selbstmord handelt, können wir derzeit nicht beantworten", hieß es nach einem erstem Lokalaugenschein von den Ermittlern im Landeskriminalamt.
Treffen
Veterinärstudent Christoph J. war Samstagfrüh eigentlich mit einem Bekannten verabredet. Die beiden wollten gemeinsam Fischen gehen. Als J. jedoch am vereinbarten Treffpunkt nicht erschienen und letztlich auch telefonisch nicht erreichbar war, informierte der Freund nach Angaben der
Polizei schließlich den Vater des Mannes.
Gemeinsam hielt man daraufhin Nachschau in der Wohnung des Vermissten in einer großen Wohnanlage in der Schelleingasse, wo der Mann zuletzt alleine gelebt hat.
Dort mussten die Männer aber eine grausame Entdeckung machen: Sie fanden J. in seinem Schlafzimmer, leblos im Bett liegend vor. Die Rettung wurde noch alarmiert, ärztliche Hilfe kam aber zu spät.
Da der Tote jedoch mit einem Strick sowie Klebeband gefesselt war (nähere Details dazu wollte man vorerst nicht nennen), wurde sofort die Polizei eingeschaltet.
Obduktion
Augenscheinliche Spuren einer sonstigen äußeren Gewalteinwirkung wurden beim
Leichnam nicht gefunden, ebenso offen blieb die Todesursache. Die Wohnungstüre war ebenfalls - soweit ersichtlich - normal versperrt, Spuren eines gewaltsamen Eindringens fehlen.
Die genaue Todesursache muss nun durch eine Obduktion geklärt werden. Diese war Samstagnachmittag noch im Gange. Aufschluss erhoffte man sich dadurch auch, ob sich der Mann möglicherweise selbst für ein erotisches Spiel gefesselt haben könnte und dieses in weiterer Folge tödlich geendet ist.
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