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Chronik Wien
09/06/2019

Wien: "Kühle Meile" und Begegnungszone erhielten Auszeichnung

Straßen wurden klima- und fußgängerfreundlich umgestaltet. Die heurige Auszeichnung des VCÖ unter dem Motto „Mobilitätswende voranbringen“.

Zwei städtische Neugestaltungsprojekte im öffentlichen Raum werden dieses Jahr mit dem Wiener Mobilitätspreis des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) ausgezeichnet. Die Zieglergasse in Neubau, die derzeit zur „Kühlen Meile“ umgebaut wird, sowie die innerstädtische Rotenturmstraße, die in eine Begegnungszone umgewandelt wird, wurden am Freitag gekürt.

Der Mobilitätspreis stand heuer unter dem Motto „Mobilitätswende voranbringen“. Die beiden Siegerprojekte würden sowohl die Bedingungen für ein klimaverträgliches Fortkommen verbessern als auch die Hitzebelastung in den Straßen verringern, hieß es. Insgesamt gab es 89 Einreichungen.

"Kühle Meilen" machen Schule

In der Zieglergasse werden bis Jahresende neue Bäume gepflanzt, beschattete Sitzmöglichkeiten und Sprühnebelanlagen geschaffen und Gehsteige verbreitert. Weitere „Kühle Meilen“ in anderen Bezirken sollen folgen. Die Rotenturmstraße wiederum wird verkehrsberuhigt, Fußgänger und Radfahrer sollen nach Abschluss der Arbeiten im November deutlich mehr Platz haben.

Als „vorbildlich“ ausgezeichnet wurden außerdem drei weitere Initiativen. Das sind die Schulstraße vor der Volksschule Vereinsgasse (Leopoldstadt), wo die Zufahrt von Autos zwecks Dezimierung von Elterntaxis untersagt ist, die Essenszustellung via Elektrolastenrädern des Samariterbunds und das erste E-Müllfahrzeug der MA 48, das seit Mai getestet wird. Der VCÖ-Mobilitätspreis wird jährlich in Kooperation mit der Stadt Wien und den ÖBB vergeben.