Chronik | Wien
07.06.2018

Wien-Donaustadt: Hund spürte Räuber im Schilfgürtel auf

Drei Männer überfielen eine Pensionistin vor ihrer Haustür. Im Zuge eines Großeinsatzes wurden zwei der Tatverdächtigen gefasst.

PolizeihundDiNozzo“ hat in der Nacht auf Donnerstag in der Alten Donau in Wien schwimmend einen mutmaßlichen Räuber erschnüffelt. Der Mann stand bis zum Kopf im Wasser und hatte sich unter Wasserpflanzen versteckt. Er und ein Komplize wurden festgenommen. Das Duo hatte gemeinsam mit einem flüchtigen Mittäter eine 83-Jährige vor ihrer Haustür in der Donaustadt überfallen, beraubt und dabei leicht verletzt.

Die Pensionistin war gegen 23 Uhr nach Hause gekommen. Als sie am Kaisermühlendamm ihre Eingangstür öffnen wollte, rissen sie drei Männer zu Boden, raubten ihr Halskette und Handtasche und rannten davon. Es folgte ein Großeinsatz der Polizei – inklusive Hubschrauber, Polizeihunden, See- und Stromdienst sowie Beamten der WEGA.

Der dichte Schilfgürtel der Alten Donau und der Uferbewuchs, der teilweise undurchdringlich war, erschwerten die Suche. „DiNozzo“ versuchte mehrfach, ins Wasser zu kommen, berichtete die Polizei. Schließlich gelang es dem Spürhund, schwimmend einen Weg durch das Schilf zu finden. Nach rund fünf Metern begann der Hund zu bellen und zeigte damit an, dass er etwas gefunden hatte. Die Polizisten folgten dem Tier, bis sie selbst bis zu den Oberschenkeln im Wasser standen. Der 22-jährige Räuber hatte noch erfolglos versucht, sich unter Wasserpflanzen zu verstecken. Als ihn die Beamten aus dem Wasser holten, schlug der Slowake wild um sich. Er wurde schließlich festgenommen.

Wärmebildkamera

Die Besatzung des Polizeihubschraubers fand mithilfe der Wärmebildkamera einen zweiten Tatverdächtigen. Einsatzkräfte der WEGA nahmen den 32-jährigen Slowaken in der Nähe fest. Nach dem dritten Täter wird gefahndet. Die geraubten Gegenstände wurden sichergestellt.