© APA/LUKAS HUTER / LUKAS HUTER

Chronik Wien
08/31/2019

Wien: Biker ohne Führerschein raste auf A22 der Polizei davon

Erst als ihm Beamten den Weg abschnitten, ließ sich der 26-jährige Biker stoppen.

von Katharina Zach

Mit mehr als 100 km/h in der Stadt raste Dienstagabend ein 26-jähriger Motorradfahrer einer Polizeistreife davon. Der Mann war auf der A22 einer Polizeistreife aufgefallen. Die Beamten forderten den Motorradfahrer mittels Heckscheiben-Anzeige auf, ihnen zu folgen. Als die Streife in den Kontrollplatz Kaisermühlen einfuhr, schwenkte der Biker abrupt über die Sperrfläche zurück auf die Donauufer-Autobahn und raste Richtung Abfahrt Ölhafen Lobau davon.

Zufälligerweise war gerade eine weitere Streife in die selbe Richtung unterwegs, die einen Autofahrer anhalten wollte. Die Beamten in dem Fahrzeug nahmen sofort die Verfolgung auf. Der Motorradfahrer verließ die Autobahn und übersetzte die Kreuzung mit der Raffineriestraße mit 100 km/h statt der erlaubten 50 km/h und überfuhr eine rote Ampel.

Lenker ignorierte Anhaltezeichen

Auf Höhe des Kraftwerks Donaustadt konnten Beamte den Biker einholen und positionierten sich neben dem Fahrer. Mittels Handzeichen forderten sie ihn auf, anzuhalten. Kurz wurde der 26-Jährige langsamer, beschleunigte dann aber wieder auf 110 km/h. Erst als die Polizisten dem Mann mit ihrem Fahrzeug den Weg abschnitten, konnten sie ihn stoppen.

Bei der Kontrolle wurde klar, warum der junge Mann geflüchtet war: Der Österreicher hatte keinen Führerschein, da ihm dieser bereits entzogen worden war. Zudem war an seinem Auspuff kein Dezibelkiller montiert und die Blinker mit dunklem Spray übermalt. Der Mann konnte auch keinen Zulassungschein vorweisen. Er wurde wegen zahlreicher Verwaltungsübertretungen angezeigt und muss mit einer hohen Geldstrafe rechnen.

Detail am Rande: Jener Lenker, der von der zweiten Streife angehalten hätte werden sollen, meldete sich kurze Zeit später bei der Polizei. Er wurde wegen seiner Verwaltungsübertretung abgemahnt.