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Chronik Wien
06/28/2019

Wien: Alkoholisierter schoss bei Verfolgungsjagd aus Autofenster

Der Verdächtige flüchtete und verübte Suizid, als die Polizei seine Wohnung stürmen wollte.

Wilde Szenen haben sich in der Nacht auf Freitag in Wien abgespielt. Ein Autolenker flüchtete nach Informationen der APA vor einer Polizeikontrolle in Ottakring. Bei einer Verfolgungsjagd schoss der Lenker mehrfach aus dem Fenster, verletzte zum Glück aber niemanden.

Er konnte zunächst entkommen, wurde aber in den Vormittagsstunden in einer Wohnung in Favoriten gefunden. Bei einem Festnahmeversuch verübte der Mann Suizid. Die Wiener Polizei bestätigte zunächst lediglich, dass es Vorfälle in Ottakring und in Favoriten gab und die Ermittlungen am Laufen seien.

Wohnadresse ausfindig gemacht

Der serbische Staatsbürger geriet den Informationen der APA zufolge gegen 4.00 Uhr in eine Kontrolle der Polizei in der Ottakringer Straße. Zunächst verhielt er sich kooperativ und gab sogar zu, dass er alkoholisiert sei. Dann dürfte er es sich aber anders überlegt haben und brauste in Richtung Josefstadt davon. Es entwickelte sich eine Verfolgungsjagd, in deren Zuge der Mann zwei- bis dreimal aus dem Autofenster schoss. Glücklicherweise wurde niemand getroffen. Der Lenker entkam mit seinem Wagen zunächst.

Anhand des Autokennzeichens machten die Polizisten aber die Wohnadresse des Verdächtigen in Hernals ausfindig, wo sich dieser aber nicht aufhielt. In den Vormittagsstunden fanden die Beamten heraus, dass sich der Mann in einer Wohnung in der Favoritner Fernkorngasse befand. Beim Zugriffsversuch verübte der Verdächtige Suizid. Die Berufsrettung bestätigte, dass sie in die Fernkorngasse gerufen wurde. Für den Mann konnte aber nichts mehr getan werden.

Die Jagd hatte offenbar einen größeren Einsatz ausgelöst. Anrainer berichteten, dass ein Polizeihubschrauber in den frühen Morgenstunden über dem Westen Wiens kreiste.

Wichtiger Hinweis

Wenn Sie sich in einer scheinbar ausweglosen Situation befinden, zögern Sie nicht, Hilfe anzunehmen oder anzubieten. Unterstützung bietet die Telefonseelsorge: 142.