Chronik | Wien
23.11.2017

Wien: 47-Jähriger bedrohte Kellnerin mit Schreckschusspistole

Der Mann hatte sich selbst einen Polizeiausweis gebastelt.

Ein 47-jähriger Mann hat am Mittwoch in Wien-Donaustadt die Kellnerin eines Wettlokals mit einer Schreckschusspistole bedroht. Er forderte die Frau auf, die Gäste aus dem Lokal zu schicken. Die Kellnerin widersetzte sich der Bitte jedoch und die Gäste kamen ihr zu Hilfe, worauf der Mann flüchtete. Nach einer kurzen Verfolgung wurde er festgenommen, berichtete die Polizei am Donnerstag.

Der 47-Jährige hatte das Wettlokal in der Stadlauer Straße am Mittwoch gegen 19.00 Uhr betreten. Bewaffnet war er mit einer Schreckschusspistole, einem Klappmesser und einem Pfefferspray. Er wies sich bei der 45 Jahre alten Kellnerin mit einem selbst gebastelten "Polizei-Ausweis" aus. "Er hatte eine echte Visitenkarte eines Polizisten und darauf hat er ein Lichtbild von ihm selbst montiert", erklärte Polizeisprecher Daniel Fürst.

Gäste wollten helfen

Mit seinem "Ausweis" forderte der Mann die 45-Jährige auf, die anwesenden Gäste aus dem Lokal zu schicken. Als die Frau dieser Aufforderung nicht nachkam, zog der Tatverdächtige die Schreckschusspistole und bedrohte sie damit. Drei Gäste bemerkten den Vorfall und versuchten, der Kellnerin zu helfen. Sie standen auf und näherten sich dem Angreifer. Dieser bedrohte daraufhin einen weiteren Mann mit seiner Pistole, bevor er aus dem Lokal flüchtete.

Die Männer aus dem Wettcafe verfolgten den Verdächtigen bis auf die Straße, dabei sprühte der 47-Jährige eine 40 Jahre alte Person mit Pfefferspray ein. Die drei Männer konnten den Bewaffneten schließlich um die Ecke in der Hohenfeldgasse am Boden festhalten. Die verständigte Polizei nahm den Mann fest, die Waffen und sein "Polizei-Ausweis" wurden sichergestellt. In einer ersten Einvernahme gab der Mann an, er habe sich in dem Wettlokal nur seinen "Personalausweis abholen wollen", sagte Fürst.