Chronik | Wien
25.04.2018

Wahl zur Goldenen Jetti: Kaiser-Frühstück in der Fiakerkutsche

Das „Riding Dinner Vienna“ nimmt an der Wahl zum beliebtesten Freizeitbetrieb Wiens teil. Abstimmen ist bis 13. Mai möglich.

Der Kies knirscht unter den Pferdehufen, das Schloss Schönbrunn rückt immer näher und auf dem kleinen Tischchen in der Kutsche schwankt die Melange im Rhythmus der Pferdeschritte. „Riding Dinner“ nennt sich das Unternehmen, das Wiener wie Touristen im Fiaker zu Sehenswürdigkeiten kutschiert und sie nebenbei kulinarisch versorgt. Vom Privat-Butler wird je nach Paket Cheeseburger, Wiener Schnitzel oder auch Kaviar serviert. Im Jänner 2017 sind Marco Pollandt und Raimund Novotny mit diesem Angebot in der Wiener City gestartet. Seit April bieten sie nun auch ein Frühstück in Schönbrunn an.

Kennengelernt haben sich die Geschäftsführer Pollandt (24) und Novotny (26) während ihrer Tätigkeit im Luxushotel Park Hyatt. Die Idee des fahrenden Restaurants ist „so nebenbei“ entstanden, erzählt Novotny. „Wir haben überlegt, dass Fiakerfahrten zwar äußerst beliebt, aber irgendwie langweilig sind, weil man nur rumsitzt. Und wie cool es nicht wäre, wenn man dort Essen und Trinken anbieten würde.“

Eine Marktlücke, wie sich herausstellte. Bereits sechs Monate nachdem sie das Angebot gestartet hatten, konnten sie davon leben. Im August 2017 eröffneten sie dann eine Dependance in Salzburg. Mittlerweile finden 30 bis 40 Fahrten im Monat statt. Ab Juni wird ihre Flotte 15 Fiaker umfassen. Damit können bis zu 60 Personen gleichzeitig kutschiert werden.

Dabei war es gar nicht so einfach, die Idee zu realisieren. „Wenn etwas in Österreich noch nie war, wird das zum Hürdenlauf. Im Endeffekt zog es sich neun Monate hin“, sagt Novotny. Keine Behörde fühlte sich zuständig, keine wusste so recht, wo dieses Projekt einzuordnen war. Schlussendlich wurde das Unternehmen ein „eingeschränktes Reisebüro“.

Apropos Reisen. Als nächstes möchten die Unternehmer mit ihren Kutschen übrigens den Hochzeitsmarkt im Ausland erobern.

Nominiert

Für sein innovatives Konzept ist das „ Riding Dinner“ bei der diesjährigen Wahl zur GOLDENEN JETTI, der Auszeichnung für den besten Freizeitbetrieb der Stadt, nun in der Kategorie „Kultur & Erlebnis“ nominiert. Die Wahl trägt der KURIER mit der Wirtschaftskammer Wien aus.

Neben der GOLDENEN JETTI wird auch der GOLDENE SCHANI, der beliebteste Gast- bzw. Schanigarten der Stadt, gesucht.

Die Wahl läuft bis 13. Mai. Zur Abstimmung kommen Sie hier.