Chronik | Wien
08.06.2018

Verfolgungsjagd mit 120 km/h in Wien endete mit Unfall

Ein 18- und ein 17-Jähriger wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Von dem Duo will keiner gefahren sein.

Ein 18- und ein 17-Jähriger haben der Polizei in der Nacht auf Freitag in Wien-Liesing eine Verfolgungsjagd mit bis zu 120 Stundenkilometer geliefert, die in einem Unfall endete. Laut Polizeisprecher Harald Sörös landete das Duo mit schweren Verletzungen im Krankenhaus, ihr BMW war ein Totalschaden. Keiner der beiden will gefahren sein, über einen Führerschein verfügen die Burschen auch nicht.

Die Beamten wurden auf das Duo gegen 2.15 Uhr aufmerksam, als es mit ihrem BMW eine Ampel bei Rot überfuhr. Versuche, den Wagen zu stoppen, scheiterten. Die beiden brausten davon und beschleunigten auf bis zu 120 km/h. Die genaue Route der etwa einminütigen Jagd konnte Sörös nicht rekonstruieren. In der Anton-Baumgartner-Straße war jedenfalls Schluss: Die Burschen verloren die Kontrolle über das Auto, das gegen fünf parkende Pkw prallte und sich überschlug. Der BMW kam auf dem Dach zu liegen. Beide Insassen versuchten zu Fuß, die Flucht fortzusetzen, wurden aber nach kurzer Zeit erwischt.

Die Uniformierten fanden im Wagen vier gestohlene Kennzeichen und eine Gaspistole. Der 18- und der 17-Jährige wurden unter polizeilicher Aufsicht in ein Krankenhaus eingeliefert und stationär aufgenommen. "Beide sagen, sie sind nicht gefahren", schilderte Sörös die einzige Aussage des Duos. Alkohol- und Drogentests wurden erst im Spital vorgenommen. Die Polizei schätzte den Sachschaden auf rund 100.000 Euro.