Chronik | Wien
26.06.2018

UNESCO: Wien bleibt weiter auf der roten Liste

Bei der jährlichen Tagung hat das UNESCO-Komitee die Welterbestätte Wien weiter als gefährdet eingestuft.

Die politisch Verantwortlichen können vorerst aufatmen. Bei der 42. Tagung des UNESCO-Komitees in Bahrain wurde dem „Historischen Zentrum von Wien“ der Welterbetitel vorerst nicht entzogen. Weil sich für das Komitee aber auch nicht genug getan hat, bleibt die Stätte weiterhin auf der roten Liste.

Die UNESCO würdigte aber das jüngste Engagement der Republik. Im Frühjahr hatte der neue Kulturminister Gernot Blümel (ÖVP) ein Drei-Stufen-Paket vorgestellt. Im Frühjahr gab daraufhin es einen Experten-Workshop, nun folgt eine „Heritage Impact Assessment“-Studie. Dafür finden aktuell Vorarbeiten statt. Die Ergebnisse der Studie sollen im Herbst vorliegen und als Grundlage für Schritt drei, die „Advisory Mission“ (auf deutsch: Beratungsmaßnahmen) dienen.

Wie geht’s nun weiter?

Österreich muss nun bis Mitte April 2019 über getroffene oder geplante" corrective measures" (dt: Korrekturen) nach Paris berichten. Auf Grundlage dieses Berichts entscheidet das Welterbekomitee dann im Juni 2019 über weitere Schritte.

Denn da findet die nächste Tagung statt. Und dabei hat das Komitee wieder drei Möglichkeiten:

Wenn sich nur wenig getan hat: Wien bleibt auf der roten Liste

Wenn die UNESCO mit den Maßnahmen zufrieden ist und das Welterbe nicht mehr gefährdet sieht: Wien wird von der roten Liste gestrichen und wieder als „normale“ Welterbestätte geführt.

Wenn die Maßnahmen nicht ausreichend sind und die UNESCO auch keine Besserung sieht: Wien verliert den Welterbetitel.