Chronik | Wien
28.03.2018

Tierschützer-Protest gegen "Eintagskücken" in Wien

Alle 3,5 Sekunden wird in Österreich ein frisch geborenes Tier getötet - dagegen protestierte der Verein gegen Tierfabriken.

In Österreich werden 18 Millionen Kücken für Legezwecke geboren. Die Tiere sind für die Fleischmast nicht geeignet, sondern auf das Eierlegen spezialisiert gezüchtet. Rund die Hälfte davon sind männliche Kücken, die nach der Geschlechtsbestimmung noch am selben Tag getötet werden. Dagegen protestierten Aktivisten des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) am Mittwoch auf der Wiener Mariahilfer Straße.

Die aussortierten Kücken sind aufgrund ihres Geschlechts nicht in der Lage Eier zu legen, weshalb sie für die Eierindustrie nicht verwertbar sind. In der Regel werden die Eintagskücken vergast und danach geschreddert, so der VGT. Im vergangenen Jahr wurden 9,260.115 männliche Kücken aussortiert, was bedeutet, dass alle 3,5 Sekunden ein Hahnenkücken getötet werde. Nur männlichen Kücken aus Bio-Freilandhaltung werde dieses Schicksal erspart.