Tierschützer harrten ganze Nacht aus

Der Verein gegen Tierfabriken protestiert gegen die Kastenhaltung von Schweinen. Die Aktivisten ketteten sich vor dem Ministerium an.
Tierschützer harrten ganze Nacht aus

Ganze 27 Stunden lang blieben die Tierschützer des Vereins gegen Tierfabriken an die Tore des Landwirtschaftsministeriums angekettet. "Eine gewisse Erschöpfung macht sich breit", so Obmann Martin Balluch. Am Montag in der Früh kamen sie beim Ministerium an, um gegen die Haltung von Schweinen in Kastenständen zu protestieren - und gingen nicht mehr weg.

Am Vorabend wurde von der Polizei aus Sicherheitsgründen eines der fünf Tore des Ministeriums geöffnet, damit wenigstens ein Notausgang zur Verfügung steht. Offenbar vergiftete dieser Einsatz das Klima nicht: "Je später es am Abend wurde, desto netter wurden die Polizisten", erzählte Balluch.

Die Aktivisten protestieren dagegen, dass Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich ihrer Meinung nach an der Kastenstandhaltung festhält. Diese verstoße gegen das Tierschutzgesetz, so der VgT.

Tierschützer harrten ganze Nacht aus

Aus dem Landwirtschaftsministerium hieß es am Montag, man habe mit den Aktivisten das Gespräch gesucht und verhandle auf politischer Ebene weiter über das Thema. Derzeit liege ein Vorschlag der Branche bei Gesundheitsminister Alois Stöger. Dieser hatte eine Abschaffung der Kastenstände verlangt.

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