Ein Felsenpinguin mit Küken im Tiergarten Schönbrunn.

© APA/DANIEL ZUPANC

Penguin Awareness Day
01/20/2015

Tiergarten Schönbrunn leitet jetzt Felsenpinguin-Zucht

Ab sofort Erhaltungszuchtprogramme für Nördliche und Südliche Felsenpinguine.

Der Tiergarten Schönbrunn in Wien führt ab sofort die Europäischen Erhaltungszuchtprogramme (EEPs) für die Nördlichen und Südlichen Felsenpinguine. Das gab der Zoo anlässlich des Penguin Awareness Day am Dienstag bekannt. Der Tag soll international auf die Bedrohung der Pinguine aufmerksam machen. Die Weltnaturschutzorganisation IUCN stuft beide Felsenpinguin-Arten als gefährdet ein.

"Wir halten die nördliche Art und sind der einzige Zoo weltweit, der diese bedrohte Tierart jedes Jahr erfolgreich züchtet. Deshalb hat uns die Europäische Aquarien- und Zoogemeinschaft gefragt, ob wir die neu gegründeten Zuchtbücher übernehmen würden", erklärte der stellvertretende Tiergartendirektor Harald Schwammer in einer Aussendung.

Viele bedrohte Tierarten, die in Zoos leben, sind Teil eines Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes - nun auch die Felsenpinguine. Schwammer leitet das Projekt als Erhaltungszucht-Koordinator wissenschaftlich. Die ersten Schritte sind, die Daten aller Felsenpinguine in europäischen Zoos zu erheben und Kontakte mit Zoos in den USA und Japan aufzubauen. Aktuell leben in Zoos in Europa 95 Nördliche Felsenpinguine und 114 Südliche Felsenpinguine.

"Ziel ist es, die Arterhaltung bestmöglich zu unterstützen, indem wir in anderen Zoos Zuchtgruppen aufbauen und unsere langjährigen Erfahrungen bei Haltung und Zucht weitergeben, damit es dort ebenfalls mit Nachwuchs klappt", erläuterte Schwammer. In Schönbrunn sind seit der Neueröffnung des Polariums vor elf Jahren 62 Felsenpinguin-Küken geschlüpft.

Im Freiland sieht es für beide Felsenpinguin-Arten schlecht aus. Sie sind durch Überfischung und Verschmutzung der Meere bedroht. Auch der Klimawandel gefährdet ihren Lebensraum. Schwammer hat die Tiere mehrfach im Freiland beobachtet und Daten über ihre Lebensweise gesammelt. Vor drei Jahren hat er eine Ölkatastrophe im Südatlantik miterlebt und mit Kollegen aus Kapstadt eine Rettungsaktion für die ölverschmutzten Tiere organisiert. Die Weltnaturschutzorganisation IUCN stuft beide Felsenpinguin-Arten als gefährdet ein.

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