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Chronik Wien
04/14/2019

Sonderkommission: Bierlein, Fasslabend und Sych nominiert

Ein Zwischenbericht der bis dato vierköpfigen Kommission zu den Missständen in der Ballettakademie ist bis Sommer geplant.

von Thomas Trenkler

Angesichts der Missstände in der Ballettakademie der Staatsoper beauftragte Kulturminister Gernot Blümel (ÖVP) am Dienstag die Bundestheaterholding mit der Einrichtung einer Sonderkommission. Und bereits am Samstag gab er zusammen mit Holding-Chef Christian Kircher drei Mitglieder bekannt: Brigitte Bierlein, Martina Fasslabend und Ulrike Sych.

Brigitte Bierlein, Präsidentin des Verfassungsgerichtshofes, wurde für den Bereich Recht und Opferschutz nominiert – und Martina Fasslabend, Präsidentin des Kinderschutzpreises MYKI, für den Bereich psychologische Fachexpertise. Ulrike Sych, Rektorin der Universität für Musik und darstellende Kunst, wird für den Bereich Pädagogik zuständig sein. Sie hatte vor genau einem Jahr einen Cello-Professor – er ist Mitglied der Wiener Philharmoniker und spielt im Staatsopernorchester – fristlos entlassen, weil er seine Macht in sexueller Hinsicht missbraucht habe.

Zwischenbericht bis Juni

Die Sonderkommission werde, so Kircher, ihre Arbeit sofort aufnehmen. Je nach Thema sollen weitere Experten zugezogen werden. Ziel sei einerseits die „lückenlose und transparente Aufklärung aller Vorwürfe“ und andererseits die Erstellung eines Maßnahmenplans, um Wiederholungsfälle auszuschließen. Die Staatsoper habe bereits Unterlagen übermittelt, ein Zwischenbericht soll bis zum Sommer an Blümel ergehen.

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