Chronik | Wien
28.09.2018

Schwieriger Feuerwehreinsatz bei Kellerbrand in Wien-Hernals

Vier Letzte, darunter ein zweijähriges Kind. Der Rauch reichte bereits bis in den vierten Stock.

Bei einem Kellerbrand Freitagfrüh in Wien-Hernals sind vier Personen leicht verletzt worden. Sie wurden von der Berufsrettung mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert, unter ihnen befand sich auch ein zweijähriger Bub. Feuerwehrleute brachten 15 Hausbewohner in Sicherheit. Der Brand war für die Einsatzkräfte "extrem fordernd", konnte aber rasch gelöscht werden.

Das Feuer war kurz nach 5.00 Uhr im Keller des Wohnhauses in der Ferchergasse ausgebrochen. Als die Feuerwehr hinkam, reichte der dichte Rauch bereits bis in den vierten Stock. Die Hausbewohner waren in ihren Wohnungen eingeschlossen, weshalb Alarmstufe 2 ausgerufen wurde, 62 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Während ein Trupp den Brand im Keller bekämpfte, brachten andere Einsatzkräfte die 15 Bewohner mit Fluchtfiltermasken über das verrauchte Stiegenhaus sowie mittels Drehleiter aus straßenseitigen Fenster ins Freie und übergaben sie der Berufsrettung, die mit dem Katastrophenzug an Ort und Stelle war.

Jürgen Figerl, Sprecher der Berufsfeuerwehr Wien, bezeichnete den Löscheinsatz als "extrem fordernd", weil der Keller voll war mit "extrem dichten, schwarzen Rauch", "die Hitze war enorm". Das Problem bei Kellerbränden sei, dass "sich alles staut, Hitze und Rauch werden nicht abgeführt". Die Feuerwehrleute konnten den Brand aber rasch löschen. Durch das Feuer wurden die Gas- und Stromleitungen des Hauses teilweise zerstört.

Neben dem zweijährigen Buben wurden auch zwei Männer im Alter von 18 und 24 Jahren sowie eine Frau ins Krankenhaus gebracht. Die andern Hausbewohner wurden von den Rettungskräften am Einsatzort betreut.

Die Brandursache war zunächst unklar. Die Brandermittler der Polizei nahmen ihre Arbeit auf.