Chronik | Wien
24.03.2018

Schwerpunktaktion in Wien: 16 Festnahmen und 21 Anzeigen

Bei Kontrollen der "Operation Sicherheitsgefühl" an Hotspot wie dem Praterstern, hagelte es Anzeigen wegen Drogendelikten

Die Kontrollen waren durchaus Aufsehen erregend: Mehr als 100 Polizeibeamte standen von Freitagmittag bis Samstag, zwei Uhr Früh, bei einer Schwerpunktaktion unter dem Motto „Sicherheit im öffentlichen Raum“ im Einsatz. Mehr als 600 Identitätsfeststellungen wurden durchgeführt, Dutzende Anzeigen geschrieben und 16 Personen festgenommen.

Das Hauptaugenmerk der Exekutive lag auf „Suchtmittel und Bandenkriminalität“ – und damit auch auf dem „Brennpunkt“ Wiener Praterstern. Dieser war nach dem Messerangriff eines Afghanen auf eine Arzt-Familie wieder in den medialen Fokus gerückt. Dutzende Menschen wurden perlustriert. Darunter Gruppen von jungen Migranten – der KURIER berichtete. Doch auch in Ottakring, Favoriten oder Neubau waren Beamte vor Ort. So wurde auch bei der Millennium City kontrolliert.

Suchtgiftdelikte

Die Festnahmen erfolgten vorwiegend wegen Suchtgiftdelikten, sieben Personen wurden wegen Verstößen gegen das Fremdenrecht festgenommen. Acht Leute, die zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben waren, wurden angetroffen. Die Beamten stellten 21 Anzeigen – vorwiegend wegen Drogendelikten, aber auch wegen verkehrspolizeilichen Verstößen – aus. Zudem wurden 19 Cannabisstangen, 50 Baggies, Dutzende Tabletten und ein Messer sichergestellt. An der Aktion waren neben Beamten des Landeskriminalamts, der Bereitschaftseinheit, der WEGA sowie der Diensthundeeinheit auch Kollegen des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl beteiligt.

Den Vorwurf, „ethnisches Profiling“ zu betreiben – also Menschen aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit zu kontrollieren, lässt Polizeisprecherin Irina Steirer nicht gelten. „Das Ziel ist es, strafbare Handlungen zu reduzieren.“ Natürlich werde dort kontrolliert, wo es Konflikte gebe – in Gruppen, die häufig involviert seien. Generell habe man Personen 30 unterschiedlicher Nationalitäten kontrolliert, etwa 50 Prozent seien Österreicher gewesen. Sie stellten nach den Afghanen die zweitgrößte kontrollierte Personengruppe dar.