Chronik | Wien
06.10.2018

Schwere Vorwürfe gegen Roman Rafreider

Gefährliche Drohung, Körperverletzung und ein Betretungsverbot: Gegen den ORF-Moderator wurde Anzeige erstattet.

Es sind schwere Anschuldigungen, die seit Samstag im Raum stehen. Laut Kronen Zeitung soll der österreichische Nachrichtensprecher Roman Rafreider vergangene Woche von seiner ehemaligen Lebensgefährtin wegen schwerer Körperverletzung und gefährlicher Bedrohung angezeigt worden sein. Im ORF hieß es dazu, dass man über die Vorwürfe gegen Roman Rafreider Kenntnis erlangt hat und diese sehr ernst nimmt. Der Moderator habe „bis auf Weiteres“ Urlaub, um die Anschuldigungen zu klären.

Der KURIER konnte Roman Rafreider telefonisch erreichen: „Ich weise sämtliche Anschuldigungen aufs Schärfste zurück, ich habe bereits meinen Anwalt eingeschaltet. Es ist noch zu früh, hierzu Stellung zu beziehen, in der kommenden Woche wird es dazu ein Statement von mir geben.“

Laut Anzeigen-Protokoll, welches der „Krone“ vorliegt, soll sich der erste Vorfall bereits im Jahr 2015 ereignet haben. Zudem hätten die Misshandlungen bereits über einen längeren Zeitraum angehalten, demnach soll der ORF-Anchorman gegenüber seiner Lebensgefährtin mehrmals handgreiflich geworden sein. Er habe sie an den Haaren gerissen und durch die Wohnung geschleift. Zu Übergriffen soll es gekommen sein, wenn er etwa betrunken war.

Streit vor Wohnhaus

Im Juni soll es laut der Ex-Freundin auch zu einem lautstarken Streit vor dem Wohnhaus gekommen sein. Passend zu diesem Vorfall soll auch eine Nachricht an die Nachbarn ergangen sein – in Form eines Zettels. Hier soll sich Rafreider handschriftlich für den „nächtlichen Tumult“ entschuldigt haben. Er habe „mit einem gemeinen Weberknecht“ um sein „Leben gerungen.“

Drohnachrichten

Die Ex-Freundin gibt in dem Protokoll weiter an, dass sie im Juni von dem bekannten Moderator mehrmals gewürgt und an einer Hausmauer entlang geschleift wurde, die Frau soll dabei auch Verletzungen erlitten haben. Kurze Zeit später soll er sie sogar mit dem Umbringen bedroht haben. Als er dann auch noch ihren Sohn massiv bedroht habe, brachte das schließlich das Fass zum Überlaufen.

Des Weiteren veröffentlichte die Kronen Zeitung Nachrichten, die Rafreider angeblich an seine Ex-Freundin schickte: „Du willst mich zum Feind? Kriegst du. Dagegen werden Vergewaltigungen V…. ein Kindergeburtstag sein.“ In einer weiteren Nachricht soll er sie damit bedroht haben, dass er sie "zerstören und fertig machen könne" und er dafür sorgen könnte, dass weder seine Ex-Freundin noch ihr Sohn einen Job mehr in der Stadt kriegen.

Die Polizei bestätigte, auf Anfrage des KURIER dass eine Anzeige gegen eine Person des öffentlichen Interesses aufrecht ist, der kolportierte Name wurde jedoch nicht bestätigt.