Chronik | Wien
10.10.2018

Regeln für Hundebesitzer: Alko-Limit "finde ich arg"

Stimmen zur neuen Maulkorb- und Leinenpflicht für Besitzer von Listenhunden, auch Kampfhunde genannt.

Dagmar Rauscher (62): "Die ganzen Geschehnisse der letzten Wochen sind schrecklich. Nur gibt es Statistiken, die beweisen, dass nicht die Listenhunde, die meisten sind, die beißen. Ich verstehe nicht, dass Menschen mit Hunden nicht richtig umgehen können. Wenn sie dem Hund einen Beißkorb geben, ist die Sicherheit halt gegeben und es beeinträchtigt ihn nicht so wahnsinnig. Ich sage immer, wie der Herr, so’s Gscherr. Die Hunde sind ja meistens nicht schuld." 

Romeo Kanev (57): "Es passieren tagtäglich Autounfälle und deshalb sind auch nicht alle Autofahrer schlecht. Wir sind alle Menschen und machen Fehler. Natürlich ist die Verantwortung groß. Es ist ein Tier und du weißt nicht, was in seinem Kopf vorgeht. In einer Stadt ist es schwierig. Dass man nur noch 0,5 Promille mit einem Listenhund haben darf, finde ich nicht schlecht. In Wien gehen viele mit ihrem Hund betrunken herum."

Klaudia Bader (53): "Mein Hund ist 17 Jahre alt und wird in dem Alter keinen Beißkorb mehr bekommen. Ich halte nicht so viel davon, weil es meistens die Menschen und die Hundebesitzer sind, die die Hunde scharf machen. Auch die Hunde, die gar nicht scharf sind. Ich finde, eine Leine ist ok, aber ob zusätzlich ein Beißkorb sinnvoll ist, weiß ich nicht. Dass man einen Listenhund nur noch mit einer Alkoholisierung von maximal 0,5 Promille führen darf, finde ich arg."