Chronik | Wien
27.04.2018

Probleme im Frühverkehr: Brandgeruch in U1 und Störung auf U4

Auf beiden Wiener U-Bahn-Linien waren am Freitag vorübergehende Teilsperren notwendig.

Teilsperren auf Wiener U-Bahn-Linien haben am Freitag für Behinderungen im Frühverkehr gesorgt. Zunächst führte Brandgeruch zu einem Feuerwehreinsatz in den Stationen Schwedenplatz und Stephansplatz. Die U1 konnte zwischen Schwedenplatz und Karlsplatz nicht fahren. Zudem vermeldeten die Wiener Linien eine Störung bei der U4, deren Betrieb zwischen Längenfeldgasse und Karlsplatz eingestellt wurde.

Die Feuerwehr wurde um 8.20 Uhr zum Schwedenplatz gerufen. Da es sich um einen U-Bahn-Knotenpunkt handelt, rückten die Einsatzkräfte vorsorglich mit sechs Fahrzeugen und 27 Mann aus, sagte der Sprecher der Berufsfeuerwehr, Jürgen Figerl. Es sei Brandgeruch wahrgenommen worden, Rauch war jedoch nicht zu sehen. Schlussendlich wurde im Gleisbereich der Station Stephansplatz ein Stück brennendes Papier gefunden, berichtete Figerl. Der Einsatz wurde um 9.00 Uhr beendet. Eine der Folgen des kleinen Zwischenfalls: Viele U1-Benützer kamen zu spät an ihre Arbeitsplätze.

U4

Gegen 9.45 Uhr trat auf der Linie U4 im Bereich Margaretengürtel eine Signalstörung auf. Die elektronische Kommunikation zwischen den Zügen und dem Gleis funktionierte nicht, erläuterte eine Sprecherin der Wiener Linien. Die grüne Linie fuhr nur zwischen Hütteldorf und Längenfeldgasse sowie vom Karlsplatz bis Heiligenstadt. Nach etwa einer halben Stunde wurde ein Ersatzverkehr mit Autobussen eingerichtet, um 10.45 Uhr konnten die Züge wieder durchgängig fahren. Die betroffene Strecke zwischen Längenfeldgasse und Karlsplatz wird in den Sommerferien 2019 groß saniert und dafür gesperrt, wie die Wiener Linien bereits angekündigt haben. Gleise und Unterbau werden erneuert, Stationen und Technik auf Vordermann gebracht.

Stau auf Tangente

Eng wurde es in Wien auch für Autofahrer: Gegen 10.00 Uhr verlor ein Lkw auf der Südosttangente (A23) am Knoten Kaisermühlen in Fahrtrichtung Norden Ladegut. Für den Verkehr blieb laut ÖAMTC nur ein Fahrstreifen frei. Binnen kürzester Zeit bildete sich auf der meistbefahrenden Autobahn Österreichs ein fünf Kilometer langer Stau.