Licht und Schatten: Radfahrer leben nicht ganz ungefährlich

© APA/AFP/ANDREAS SOLARO

Chronik Wien
05/07/2018

Radfahrer bekommt wegen 19 km/h Strafe

Ein Wiener wurde mit 19 km/h geblitzt und musste deshalb 30 Euro Strafe zahlen.

von Daniel Melcher

„Ich bin extra langsam auf die Kreuzung zu gefahren, weil ich die Polizisten vorher schon gesehen habe. Denn ich dachte mir, es ist eine Alkoholkontrolle“, sagt Fotograf Lukas Beck zum KURIER, der am Samstagnachmittag auf der Argentinierstraße radelte. Doch es kam alles anders. Die Beamten hielten den Wiener auf und  erzählten ihm, dass er 19 km/h gefahren sei und somit zu schnell unterwegs war.

Beck dachte an einen Scherz, doch dem war  nicht so. Denn laut Straßenverkehrsordnung dürfen sich Radler Radfahrerüberfahrten, die „nicht durch Arm- oder Lichtzeichen geregelt wird, nur mit einer Geschwindigkeit von höchstens 10 km/h nähern“. Beck schildert, dass den Polizisten das Ausstellen der Organstrafverfügung „unangenehm gewesen wäre“. „Ich war froh, dass ich die 30 Euro mithatte sonst hätte ich noch eine Anzeige bekommen“, schildert er.

Die ganze Geschichte samt der Organstrafverfügung postete er auf seiner Facebookseite. Die Regelung versteht er sowie viele andere User und Radfahrer nicht. „Nach und vor mir sind andere Radler abgestraft worden. Einer dachte, es ist die versteckte Kamera“, sagt er.Das Einhalten der Geschwindigkeit würde am Rad für ihn kaum Sinn machen: „Wie soll ich ohne Tacho wissen, wie schnell ich fahre?“

Laut Wiener Polizei gab es mehrere Anrainerbeschwerden, weil die Radfahrer dort rücksichtslos unterwegs sind. Deshalb hätte man sich dort mit einer Laserpistole positioniert. 

 

 

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