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Chronik Wien
03/26/2019

Protest gegen Heim-Umbau: Senioren stimmen ab

Das Pensionistenheim Türkenschanze in Währing soll umgebaut werden - Die Bewohner wollen aber bleiben. Nun wird abgestimmt.

Eigentlich soll das städtische Pensionistenheim Türkenschanze in Währing umgebaut werden. Doch einige der Bewohner wehren sich dagegen – denn dafür müssten sie vorübergehend ausziehen.

Nun sollen heute, Dienstag, die Bewohner dazu befragt werden und darüber entscheiden, ob der Umbau stattfindet. Stimmt die Mehrheit der Senioren gegen den Umbau, soll dieser in einem anderen Heim umgesetzt werden.

144 neue Stationen

Vier Geschoße sollen laut den derzeitigen Plänen neu gestaltet werden. So sollen 144 zusätzliche Pflegeplätze entstehen. Insgesamt hätte das Seniorenheim dann 180 Plätze für die stationäre Pflege zur Verfügung, zurzeit sind es nur 36.

„Die Statistik zeigt uns, dass in den nächsten Jahren in Währing vielmehr Pflegeplätze benötigt werden, als jetzt vorhanden sind“, heißt es aus dem Büro von Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ). Man hätte sich deshalb für den Umbau des Seniorenheims Türkenschanze entschieden.

Pensionisten sollen umziehen

Etwa 180 Pensionisten sollen dafür ab Juli 2020 bis September 2021 vorübergehend in anderen Häusern wohnen. Doch die Senioren zeigen sich wenig begeistert: „Ich wohne seit fünf Jahren hier und habe mein Leben in Währing verbracht. Ich will nicht weg“, sagt Katharina Smolek.

Sie freut sich über die Bewohnerbefragung.

Auch, dass der Umbau so kurzfristig kommuniziert worden ist, stößt auf Unmut. Diesen Vorwurf weist Horst Harlacher, Sprecher des Kuratoriums für Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP), jedoch zurück: „Wir haben die Bewohner zum frühest möglichen Zeitpunkt informiert.“

von Petra Hochstrasser

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