Chronik | Wien
21.03.2018

Prater startet virtuell und mit mehr Sicherheit

© Bild: Good Life Crew/Philipp Lipiarski

Der Olympia Looping feiert sein Comeback. Mitarbeiter wurden von der Polizei für Notfälle geschult.

115 Jahre Prater Marina, 110 Jahre Praterverband und 90 Jahre Liliputbahn: Im Wurstelprater werden in dieser Saison einige Jubiläen gefeiert. Neue Fahrgeschäfte und Attraktionen sollen zudem zahlreiche Besucher anlocken. So wird bis Ende März unweit des Schweizerhauses ein 60 Meter hoher Aussichtsturm errichtet. „In diesem haben bis zu 40 Leute Platz. Er ist außerdem behindertengerecht. Das heißt, man kann auch mit einem Rollstuhl rauffahren“, sagt Prater-Chef Stefan Sittler-Koidl.

Ebenfalls ab Ende März wird ein alter Bekannter den Prater unsicher machen: Der Olympia Looping, der zuletzt 2016 in Betrieb war, kehrt heuer wieder zurück.

Futuristisch wird es im Sommer: Erstmals in Österreich nimmt eine VR-Bahn (Virtual Reality, Anm.) ihren Betrieb auf. Die Fahrgäste erhalten beim Eingang eine entsprechende Brille und werden auf einer Strecke von 150 Metern virtuellen Gruselclowns begegnen.

Kooperation mit Airbnb

Prater-Chef Stefan Sittler-Koidl mit Jovana Misaljevic im Schokoladenmuseum © Bild: Kurier/Gilbert Novy

Seit September zeigt sich der Prater auch von seiner Schokoladenseite. Im „Chocolate Museum“ lernen die Besucher alles, was man über die süßeste Versuchung wissen will. Neu ist auch, dass das Museum auf Airbnb (einer Online-Plattform, die Unterkünfte anbietet, Anm.) aufgelistet wird, erzählt Jovana Misaljevic erzählt, die das Museum zusammen mit ihrem Bruder betreibt.

Groß geschrieben wird auch das Thema Sicherheit. Über 200 Mitarbeiter wurden von der Polizei für etwaige Vorfälle geschult. „Dabei ging es darum, wie man sich in Notfällen zu verhalten hat“, sagt Sittler-Koidl. Diese reichen von einem verlorenem Kind bis hin zu einem Worst- Case-Szenario, wie einem Terroranschlag. Außerdem absolvierten rund 75 Prozent der Mitarbeiter einen Erste-Hilfe-Kurs.

Ersthelfer finden jetzt auch einen weiteren Defibrillator im Prater, direkt am Calafatiplatz – zwei Stationen gab es bisher schon. Neu sind außerdem einige Lautsprecheranlagen sowie LED-Displays. Gemeinsam mit einem neuen Leitsystem sollen sie für einen reibungslosen Informationsaustausch sorgen.