Chronik | Wien
05.12.2011

Polizei fahndet nach Serienvergewaltiger

Seit März wurden in der Floridsdorfer Großfeldsiedlung mindestens vier Frauen überfallen. Zuletzt schlug der Täter am 1. Juli zu.

Die Wiener Polizei sucht einen Serienvergewaltiger, der in der Großfeldsiedlung in Wien-Floridsdorf sein Unwesen treibt. Auf das Konto des Mannes dürften mindestens vier Überfälle auf Frauen seit März gehen. Seine Opfer verfolgt der Mann laut Polizei in der Regel von der U-Bahn weg und wartet auf eine günstige Gelegenheit.

Zuletzt schlug der Täter am 1. Juli zu. Eine 19-Jährige war um 5.15 Uhr mit der U-Bahnlinie U1 vom Kagraner Platz bis zur Station Großfeldsiedlung gefahren und dann zu Fuß nach Hause gegangen. Kurz vor ihrem Wohnblock wurde sie von hinten umklammert und sexuell misshandelt. Sie schrie um Hilfe, versuchte sich zu befreien und schlug mit ihrer Handtasche nach dem Sextäter. Der Unbekannte flüchtete daraufhin.

Die Ermittlungen des Wiener Landeskriminalamtes verliefen bisher zwar ergebnislos. Es gelang aber, aus den Überwachungskameras der U-Bahn zwei Fotos des mutmaßlichen Vergewaltigers zu sichern. Durch die Beschreibung des Täters, seines Modus Operandi und der räumlichen Nähe der Tatorte wurden dem Mann drei weitere Überfälle auf Frauen seit März zugeordnet.

Personenbeschreibung

Dabei trug er in zwei Fällen Kapuzenjacken und war mit einem metallischen Gegenstand ausgerüstet, den er als Waffe benutzte. Er drohte damit und benutzte ihn auch als Schlagwerkzeug. Die Überfälle beging er immer spät am Abend oder zeitig in der Früh. Die Polizei vermutet deshalb, dass der Täter in der Großfeldsiedlung wohnt oder arbeitet. Die Opfer wurden in den drei Fällen an den Beinen, am Kopf und im Gesicht verletzt.

Der Täter wurde als etwa 20 bis 25 Jahre alt, 1,75 bis 1,85 Meter groß und kräftig beschrieben. Er hatte dunkle, kurze Haare und sprach Deutsch mit ausländischem Akzent. Bekleidet war er unter anderem mit einer schwarzen Trainingshose und einem blauen Kapuzensweater. Außerdem war er bei manchen der Überfälle mit einem metallenen Gegenstand bewaffnet und trug eine rote Tasche.

Die Exekutive ersuchte um Hinweise an das Landeskriminalamt Wien, Gruppe Schneider, unter der Telefonnummer 01-31310-33312 DW oder 33800 DW (Journaldienst).

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